Der einfachere Weg ist fundamentalistisch

      Der einfachere Weg ist fundamentalistisch

      Fundamentalismus muss nichts mit Gewalt zu tun haben.
      Der Glaube beruht auf der Grundlage einer absoluten Wahrheit, also einer Letztbegründung, zum Beispiel der Bibel.
      Die, die ich als Fundamentalisten anspreche, sind also diejenigen unter euch, die in der Bibel das unfehlbare Wort Gottes sehen und ihr Leben nach einer wortgetreuen Auslegung richten.
      Wie kommt man darauf, die Wahrheit in einem zweitausend Jahre alten Buch zu suchen und woher nimmt man die Gewissheit, dass es das Wort Gottes ist? Weil es in der Bibel steht? Zirkelschluss...
      Irgendeinen überzeugenden Grund muss es haben, die eigene Autonomie und Entscheidungskraft aufzugeben und das Leben nach strikten, scheinbar göttlichen Maßstäben auszurichten.
      Einen Grund, der überzeugend genug ist, gibt es meiner Ansicht nach nicht. Vielmehr sehe ich lauter Menschen die in fast kindlicher Angst vor ihrer eigenen Verantwortung fliehen und Schutz in einer einfachen, strukturierten, geregelten Welt suchen. Der einfachere Weg durchs Leben ist der, der mir all die schweren Entscheidungen abnimmt. Auf dem die einzige Schwierigkeit die ist, eine passende Stelle im Fundament meines Glaubens zu finden, die mir sagt was ich tun muss.
      Aus Angst selbst zu denken, überlässt man es gänzlich einem anderen; einem Menschen, einer Ideologie oder einem Buch.
      Hat man einen Gewissenskonflikt, sucht man einfach eine passende Stelle aus der Bibel hinter der man sich verstecken kann und nennt das dann Gottes Willen.
      Man kann zu jedem Thema seine Meinung haben, man darf sich aber nicht anmaßen, damit für Gott sprechen zu wollen.

      Eine - das lässt sich kaum abstreiten - ganz schön kleine, einfache Welt ist das, in der die Wahrheit auf dem Schreibtisch zu finden ist.

      Mfg Johannes
      Ja, ja. Die bösen Fundamentalisten ... :D

      Was ist eigentlich das Gegenstück zu einem Fundamentalisten ? Ein Flexibilist ? :)

      Fundamentalismus muss nichts mit Gewalt zu tun haben.
      Nein, muss es auch nicht - es kommt halt auf das Fundament an. Manche Ideologien auf die man sich fundamental berufen kann lehnen - Gewalt ab, andere schließen sie nicht aus und wieder andere fordern sie gerade zu.

      Letztbegründung
      Was ist denn bitte eine "Letztbegründung" ?

      Wie kommt man darauf, die Wahrheit in einem zweitausend Jahre alten Buch zu suchen und woher nimmt man die Gewissheit, dass es das Wort Gottes ist?
      Das sind ja zwei Fragen auf einmal. Zuerts zur Wahrheit in einem 2000 Jahre altem Buch : Ersteinmal müsste man ja klären ob man darin überhaupt "die Wahrheit" sucht, und dann müsste man noch klären, was denn überhaupt "die WAhrheit" ist. ?( Geht aber "nur" um Wahrheiten, also Dingen die Wahr sind / waren, warum solte man die nicht auch in einem sehr alten Buch finden können. Nur weil etwas alt ist, ist deshalb noch lange nicht falsch - und neues auch nicht unbedingt richtig.

      Auch bei dem Begriff "Wort Gottes" müsste man sich ersteinmal auf eine Definition einigen. Mein Umgang mit der Bibel und meine Meinung von der / zur Bibel ist nicht identisch mit dem z.B. Verständniss der Mohammedaner zum Qur´an. Meiner Meinung nach ist es durchaus legitm die Bibel in alle möglichen Sprachen und Dialekte zu "übersetzen". Und ich meine das die Welt davon profitiert hat als es endlich gelang die Bibel aus der lateinischen Gefangenschaft zu befreien. Wo wären wir heute, wenn es keine Menschen wie z.B. Luther gegeben hätte ?

      Von der Bbiel her ist sie selber auch gar nicht "das Wort Gottes" !! Diesen Titel hat sie fälschlicher Weise von Menschen erhalten. Jesus wird in der Bibel als "das Wort Gottes" tituliert - und Jesus ist nicht identisch mit der Bibel, und ich glaube auch nicht an eine "Viereinigkeit" :D

      Wofür gibt es dann also die Bibel ? Die Bibel enthält viele Wahrheiten über Menschen, über Gott, über den Umgang der Menschen mit Gott, über den Umgang Gottes mit den Menschen .... und da dieser Gott sich nicht verändert, er ist eine Konstante, ändert isch auch nichts an diesen Wahrheiten - sie bleiben damit bis heute aktuel.

      Irgendeinen überzeugenden Grund muss es haben, die eigene Autonomie und Entscheidungskraft aufzugeben und das Leben nach strikten, scheinbar göttlichen Maßstäben auszurichten.
      Ich befürchte das wird ein langer Post....
      Zur Autonomie : Wie Autonom ist der Mensch denn wirklich ? Ich denke das wird teilweise ideologisch überbewertet.
      Ein Säugling ohne Ansprache / Fürsorge stirbt. Und auch als Erwachsener ist man auf das eine oder andere angewiesen - fehlt das kontinuierlich wird der Mensch krank. Und jeder Mensch gibt seine vermeindliche Autonomie zugunsten z.B. Bedürfnissen auf ( mal mehr, mal weniger ). Zuviel Autonomie käme dann Isolation gleich.
      Zur Entscheidungskraft : Eine Entscheidung kann ich ja nur treffen, wenn ich mir über die Folgen im klaren bin. Wie soll ich mich für oder gegen etwas entscheiden, wenn mir Information fehlt. Wenn ich noch nie einen Fernseher gesehen habe, kann ich mich auch nicht dafür oder dagegen entscheiden einen zu kaufen.

      Die totale Aufgabe jedes Entscheidungswillen und Entscheidungsspielraumes sind doch sehr deutliche anzeichen für eine totalitäre Ideologie ! Diesen Totalitarismus kann ich in der Bibel NICHT finden. Alles wofür oder wogegen ich mich auf Grund der Bibel entscheidne kann, beruht auf einer freien Entscheidung.

      An dieser Stelle möchte ich das mal mit der Börse vergleichen ( ohne wirklich Ahnung davon zu haben ).
      Wenn ich an der Börse Aktien kaufe dann gebe ich einen Teil meines Vermögens auf, ich überlasse es der AG XY, in der Hoffnung das sich mein Vermögen dadurch vergrößert.
      Jetzt habe ich natürlich die Autonomie mein Geld dort anzulegen wo ich das möchte. Und dann kaufe ich hier, verkaufe da ... gehe risiken ein, reagiere auf Trends... ODER aber ich habe die Information für eine besonders sichere Anlage, die vieleicht nicht so schnell Profit abwirft, aber stetig. Und langsam aber sicher sehe ich wie sich mein Kapital vermehrt, und ich sehe wie manche mit ihren wilden Spekulationen baden gehen, wie ganze Konzerne den Bach runter gehen, Banken pleite gehen ... ( kommt einem bekannt vor ) - aber meine Aktien steigen weiter langsam aber kontinuierlich. Ich fände es nur vernünfig, mit diesen Erfahrungenund Beobachtungen nicht nur einen Teil sondern auch einen immer größer werdene Teil meines Kapitals dort anzulegen.

      Ja und dann noch zu den strikten Regeln. Ich glaube das auch die überbewertet werden. Geht es denn dem Gott der Bibel um die Einhaltung von Regeln ? Nunja - manchmal kann man den Eindruck gewinnen, wenn man Christen so reden hört. Aber das, worum es Gott der Bbiel nach doch in erster Linie geht ist, das ER Gemeinschaft mit seinen Menschen hat, und das es seinen Menschen gut geht.
      Ich erlaube meinen Kindern auch nicht alles ( bei weitem nicht :D ). Nicht weil ich so geil auf die Einhaltung von Regeln bin, sondern weil ich WILL das es meinen Kindern gut geht, das sie sich gut entwickeln, das sie gesund groß werden, das sie lebenstüchtig werden. Dazu gehört aber auch eine gewisse verantwortungsvolle Freiheit. Manche Kinder müssen erst auf die Herdplatte fassen, bevor sie glauben das die heiß ist ...

      Wenn Gott ( z.B. )sagt : Du sollst nicht stehlen. Dann hat er gute Gründe dafür. Als Dieb kann man beim Einbruch erschlagen oder erschossen werden. In manchen Ländern wir einem als Strafe die Hand abgehackt ( heute noch ), oder man kommt in ein stinkendes Loch von Gefängniss .... Was wäre das für ein Gott, der seine Kinder nicht davor warnt ??

      Vielmehr sehe ich lauter Menschen die in fast kindlicher Angst vor ihrer eigenen Verantwortung fliehen und Schutz in einer einfachen, strukturierten, geregelten Welt suchen. Der einfachere Weg durchs Leben ist der, der mir all die schweren Entscheidungen abnimmt. Auf dem die einzige Schwierigkeit die ist, eine passende Stelle im Fundament meines Glaubens zu finden, die mir sagt was ich tun muss.
      Ich kenne nicht viele Christen auf die DAS zutreffen würde !

      Aus Angst selbst zu denken, überlässt man es gänzlich einem anderen; einem Menschen, einer Ideologie oder einem Buch.
      Hat man einen Gewissenskonflikt, sucht man einfach eine passende Stelle aus der Bibel hinter der man sich verstecken kann und nennt das dann Gottes Willen.
      Nur das der Gott der Bibel so NICHT funktioniert ! Für ihn liegt die Verantwortung ganz eindeutig beim Menschen. Wer das anders sieht kennt seine Bibel und seinen Gott nicht.
      Man kann zu jedem Thema seine Meinung haben, man darf sich aber nicht anmaßen, damit für Gott sprechen zu wollen.
      Für Gott sprechen kann ich nur, wenn ER mir sagt, was ich sagen soll. Und damit meine ich nicht das zitieren von Bibleversen. Ich für meine Person trenne ganz klar zwischen Gottes Meinung und meiner Meinung. Das was ich für die Meinung Gottes halte hängt ganz stark von meinem Wissen, meiner Beziehung zu Gott ab, und je mehr ich ihn kennen lerne, umso genauer weiß ich auch was Er will. Und manchmal will Gott ganz schön verrückte Sachen ! Warum ? Ein Grund ist vieleicht, dass Er von den Menschen NICHTin eine Schublade gesteckt werden möchte ! :D
      Eine - das lässt sich kaum abstreiten - ganz schön kleine, einfache Welt ist das, in der die Wahrheit auf dem Schreibtisch zu finden ist.
      Wo man Wahrheit findet ist doch herzlich egal oder ? Oder ist Wahrheit jetzt auch noch an Orte gebunden ?
      Und wie sieht es denn mit Deiner Welt aus ? Wie groß ist die denn ? Was macht sie so groß ? Und was macht sie so viel komplizierter als die meine ?

      Grüße

      Kai

      Spunk schrieb:

      Was ist denn bitte eine "Letztbegründung" ?
      Der Glaube wird (hier) auf eine als gesichert gesehene Grundlage gebaut, die selbst also keiner Begründung bedarf. In diesem Fall die Bibel, die also Ausgangspunkt der "Wahrheit und Erkenntnis" ist.

      Das sind ja zwei Fragen auf einmal. Zuerts zur Wahrheit in einem 2000 Jahre altem Buch : Ersteinmal müsste man ja klären ob man darin überhaupt "die Wahrheit" sucht, und dann müsste man noch klären, was denn überhaupt "die WAhrheit" ist. ?( Geht aber "nur" um Wahrheiten, also Dingen die Wahr sind / waren, warum solte man die nicht auch in einem sehr alten Buch finden können. Nur weil etwas alt ist, ist deshalb noch lange nicht falsch - und neues auch nicht unbedingt richtig.
      Die erste Frage kannst du dir leicht durch das lesen von Beiträgen hier im Forum beantworten. In allen Situationen wird mit der Bibel als Quelle von Wahrheit und Erkenntnis argumentiert. Wahrheit in der Bibel finden bedeutet hier, aus der Bibel lesen zu wollen, was richtig und was falsch ist, vor allem in moralischen Fragen. Was in der Bibel steht, wird von den Leuten, von denen ich spreche, nicht angezweifelt oder interpretiert, sondern wörtlich als wahr akzeptiert.
      Dass das Buch alt ist, heißt weder dass es richtig, noch dass es falsch sein muss. Allerdings es mir schwer fallen, und das geht mit Sicherheit auch den meisten anderen Menschen so, den Inhalt von einem sehr alten Buch unreflektiert aufzunehmen, ohne Entwicklungsprozesse, Zusammenschriften, Kürzungen, menschliche Fehler, fehlerhafte Überlieferung usw. usf. mit einzubeziehen.

      Jesus wird in der Bibel als "das Wort Gottes" tituliert - und Jesus ist nicht identisch mit der Bibel, und ich glaube auch nicht an eine "Viereinigkeit" :D
      Die Evangelisten freuen sich..., aber was ist mit dem Alten Testament?

      Wofür gibt es dann also die Bibel ? Die Bibel enthält viele Wahrheiten über Menschen, über Gott, über den Umgang der Menschen mit Gott, über den Umgang Gottes mit den Menschen .... und da dieser Gott sich nicht verändert, er ist eine Konstante, ändert isch auch nichts an diesen Wahrheiten - sie bleiben damit bis heute aktuel
      Und warum? Die Frage, wie du oder jemand anders auf die Idee kommt (zu glauben), dass die Bibel Gottes Wort enthält, hast du nicht beantwortet. Sie enthält Aussagen, aber woher der Gedanke, dass sie von Grund auf wahr sind?

      Wie Autonom ist der Mensch denn wirklich ? Ich denke das wird teilweise ideologisch überbewertet.
      Ein Säugling ohne Ansprache / Fürsorge stirbt. Und auch als Erwachsener ist man auf das eine oder andere angewiesen - fehlt das kontinuierlich wird der Mensch krank. Und jeder Mensch gibt seine vermeindliche Autonomie zugunsten z.B. Bedürfnissen auf ( mal mehr, mal weniger ). Zuviel Autonomie käme dann Isolation gleich.
      Ein Säugling ist mit einem Erwachsenen nicht gleichzusetzen, ebenso wie ein Behinderter - oder anderweitig Pflegebedürftiger - mit einem gesunden Menschen.
      Der gesunde Erwachsene von dem ich ausgehe, hat keine Abhängigkeit, die er nicht selbst akzeptiert und sich aussucht.
      Die für ihn sinnvollen Institutionen, denen er angehört, bestehen aus Menschen mit ähnlichem Verhalten wie seinem, zumindest im Idealfall, zumindest aber aus Menschen. Autonomie muss nicht wirklich aufgegeben werden, das liegt in der Entscheidung des Einzelnen, dass Autonomie zu Isolation führt halte ich für ein Gerücht. Außer man setzt Autonomie mit völliger Ichbezogenheit und der Durchsetzung ausschließlich eigener Interessen gleich. Gewisse Einschränkungen ergeben sich natürlich, durch die Gesellschaft, Gesetze, Beruf usw., das ist aber in keiner Weise auf eine Stufe zu stellen mit der Bevormundung durch einen Gott.


      Zur Entscheidungskraft : Eine Entscheidung kann ich ja nur treffen, wenn ich mir über die Folgen im klaren bin. Wie soll ich mich für oder gegen etwas entscheiden, wenn mir Information fehlt. Wenn ich noch nie einen Fernseher gesehen habe, kann ich mich auch nicht dafür oder dagegen entscheiden einen zu kaufen.

      Die totale Aufgabe jedes Entscheidungswillen und Entscheidungsspielraumes sind doch sehr deutliche anzeichen für eine totalitäre Ideologie ! Diesen Totalitarismus kann ich in der Bibel NICHT finden. Alles wofür oder wogegen ich mich auf Grund der Bibel entscheidne kann, beruht auf einer freien Entscheidung.
      Eine Entscheidung kann ich auch treffen, wenn ich keine Folgen kenne oder sie falsch einschätze, das ist dann nur nicht sehr hilfreich, deshalb sollte man die Möglichkeit der >Information< nutzen. Wenn ich noch keinen Fernseher gesehen habe, schau ich mir einen an und teste das Gerät evtl. und entschließe mich anhand meines Eindrucks zu einem Kauf, oder eben nicht. Was ich allerdings >nicht< tue, ist mir vorschreiben zu lassen, was ich zu kaufen oder nicht zu kaufen habe.
      Dass in der Bibel ein Totalitarismus in der Form nicht zu finden ist, sagst du, das sage auch ich, zumindest auf dem Weg wie ich die Bibel verstehe, wenn man aber streng, fundamentalistisch am Text bleibt, hat sie eindeutig vorschreibenden, befehlenden Charakter. Ein "du sollst" wird zu einem "du musst". Während die 10 Gebote aber im Grunde vernünftig sind, sieht das bei anderen Passagen, wie zum Beispiel der über Homosexualität, ganz anders aus.
      Das Problem ist übrigens, dass du - wie du vielleicht merkst - nicht repräsentativ für den Durchschnittsbenutzer hier bist, den ich anspreche.

      Hier gibt es aber einige Diskussionen über bestimmte Themen, die mit Bibelzitaten beantwortet werden. Der Fragesteller hat also die Antwort, nicht nur eine, sondern die wahre Antwort, auf seine Frage bekommen und diese zu akzeptieren, zumindest wenn er nach Gottes Wille leben will. Natürlich ist es seine Entscheidung, allerdings ist die Wahl zwischen dem Wille Gottes und dem Gegenteil keine wirkliche Wahl. Zumindest wenn man davon ausgeht, dass das was man liest >wirklich< der Wille Gottes ist.

      Ja und dann noch zu den strikten Regeln. Ich glaube das auch die überbewertet werden. Geht es denn dem Gott der Bibel um die Einhaltung von Regeln ? Nunja - manchmal kann man den Eindruck gewinnen, wenn man Christen so reden hört. Aber das, worum es Gott der Bbiel nach doch in erster Linie geht ist, das ER Gemeinschaft mit seinen Menschen hat, und das es seinen Menschen gut geht.
      Das sagst du, das sagte Paulus und auch für Jesus war im Grunde vielmehr das Gebot der Liebe wichtig, aber wie du selbst sagst, trifft das lang nicht auf alle zu, schon garnicht hier.

      Wenn Gott ( z.B. )sagt : Du sollst nicht stehlen. Dann hat er gute Gründe dafür. Als Dieb kann man beim Einbruch erschlagen oder erschossen werden. In manchen Ländern wir einem als Strafe die Hand abgehackt ( heute noch ), oder man kommt in ein stinkendes Loch von Gefängniss .... Was wäre das für ein Gott, der seine Kinder nicht davor warnt ??
      Es ist ein Unterschied, zwischen unmündigen Kindern und Erwachsenen, ebenso zwischen begründeten Ratschlägen, deren Sinnhaftigkeit man auch beobachten und erfahren kann, und unbegründeten dogmatischen Vorschriften. Ein weiteres Beispiel dazu wäre die Rolle der Frau.


      Ich kenne nicht viele Christen auf die DAS zutreffen würde !
      Nicht unbedingt im Extremen, aber zumindest in Ansätzen sehe ich das ständig.

      Nur das der Gott der Bibel so NICHT funktioniert ! Für ihn liegt die Verantwortung ganz eindeutig beim Menschen. Wer das anders sieht kennt seine Bibel und seinen Gott nicht.
      Natürlich nicht, außer man liest die Bibel wie ein Kinderbuch für 5-Jährige, aber genau das tun diejenigen, die Sich bei einer ethischen Problematik oder moralischen Frage mit einer Vorgabe aus der Bibel zufriedengeben. Aber genau das habe ich hier schon mehrmals gelesen und du bestimmt auch, wenn nicht schau ein paar Themen durch.

      Für Gott sprechen kann ich nur, wenn ER mir sagt, was ich sagen soll. Und damit meine ich nicht das zitieren von Bibleversen. Ich für meine Person trenne ganz klar zwischen Gottes Meinung und meiner Meinung.
      Ein Beispiel das mir dazu einfällt:
      Die Frage hier im Forum war, ob und warum Frauen Kopftücher zu tragen haben, die Antwort:
      "Weil es in der Bibel steht. Ließ dazu mal 1. Korinther 11."

      Wenn du willst kann ich mehr solcher Beispiele zitieren.

      Wo man Wahrheit findet ist doch herzlich egal oder ? Oder ist Wahrheit jetzt auch noch an Orte gebunden ?
      Und wie sieht es denn mit Deiner Welt aus ? Wie groß ist die denn ? Was macht sie so groß ? Und was macht sie so viel komplizierter als die meine ?
      Wenn man wirklich der Meinung ist, die Quelle absoluter wahrhaftiger Erkenntnis sei in Form eines Nachschlagewerkes
      verfügbar, sollte sich überlegen ob er nicht irgendetwas in einen Überlegungen falsch gemacht hat.
      Auf den Rest antworte ich dir evtl. nachher


      mfg Johannes

      wie du bist kein christ?

      jo!
      Die Frage ist wohl an mich gerichtet ...

      Doch - ich bin Christ, ich habe auch nirgentwo etwas anderes behauptet. Sollte Die Frage also wirklich an mich gerichtet sein, dann verstehe ich die Frage nicht bzw das Motiv dazu. Ist die Frage an Johannes gerichtet finde ich sie nicht sehr angemessen.

      Frage: Was hab ich davon kein Christ zu sein? / Was ist besser daran KEIN Christ zu sein?
      Stell die Frage doch in einem neuen Thread - hier ist es off topic.

      Grüße

      Kai
      Die Frage, welche Vorteile oder Nachteile das Christsein mit sich bringt, hat nichts mit dem Thema zu tun.
      Setzt du allerdings Christsein mit dem gleich, was ich als Fundamentalismus bezeichnet habe, dann ist die Antwort auf die Frage dennoch nicht relevant. Ob eine Annahme, wie die, dass eine bibeltreue Lebenseinstellung richtig oder falsch, begründet oder grundlos ist, hat nichts damit zu tun welche Vor- oder Nachteile sie mit sich bringt. Was man glaubt sucht man sich normalerweise nicht aus, außer natürlich der Mitläufer und Opportunist.
      Wie kommt man darauf, die Wahrheit in einem zweitausend Jahre alten Buch zu suchen
      Lieber JohannesP,
      Ich will dir erzählen, wie ich darauf gekommen bin, die Wahrheit in einem 2000 Jahre alten Buch zu suchen...
      Ich bin in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen, bin in die Gemeinde mitgegangen und hab so ziemlich alles mitbekommen, was man mitbekommen kann vom christlichen Glauben. Meine Eltern waren überzeugte Christen, die, wie du sie nennen würdest, fundamentale Christen sind. Aber wie das so ist, ich wollte meinen Eltern nicht glauben schenken und habe den Glauben über Bord geworfen. Trotzdem bin ich weiter in die Gemeinde gegangen, ohne echtes Leben in mir zu haben, bis ich an einen Punkt kam... Ich lernte Menschen kennen, wo man merkte, dass sie wirkliches Leben in sich haben, bei denen man gemerkt hat, dass sie eine Freude in ihrem Leben haben, die aus ihnen heraus strahlt, das kann ich dir garnicht beschreiben. Das war für mich ein Punkt, wo ich dachte " hey, das willst du auch haben!". Das war nicht ein pures Befolgen von Vorschriften, sondern man merkte, dass sie eine Beziehung zu Gott hatten und aus Liebe zu ihrem Gott taten sie Dinge, die so völlig anders waren, als man es von allen anderen Menschen gewöhnt war. Also völlig revolutionär. Und diese Liebe zu Gott... weißt du wo die herkam? Die kam vom Lesen der Bibel. Ich habe nämlich damals angefangen wirklich in der Bibel zu lesen und Gott zu suchen. Ich las und las und je mehr ich herausfand über meinen Herrn JEsus Christus, desto mehr wurde mir klar, dass das die Wahrheit ist. Ich weiß, ich zitiere jetzt eine Bibelstelle, was du jetzt als Zirkelschluss verstehen würdest, aber ich möchte das trotzdem machen.
      "und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen."
      Das ist genau das, was ich erlebt habe. Seitdem ich glaube, dass alles, was in der Bibel steht wahr ist, bin ich frei. Seitdem ich glaube, dass Jesus der Christus für mich am Kreuz gestorben ist und auferstanden ist, bin ich frei. Und ich habe so eine feste Überzeugung davon, die hab ich noch nie gehabt. Sowas kann nicht menschlich, nicht ausgedacht sein, sondern ich bin 100 pro Überzeugt, dass ist die Wahrheit.
      Wenn ich jetzt anfangen würde zu glauben, dass die Bibel ja vielleicht doch nicht so wahr ist, wie sie aufgeschrieben ist. Wo fange ich dann an Abstriche zu machen? Setzt das dann dort an, wo das Evangelium beginnt? Würde ich beginnen Sachen herauszustreichen, würde ich am Kreuz dessen sägen, der genau für MICH dort hing.
      Irgendeinen überzeugenden Grund muss es haben, die eigene Autonomie und Entscheidungskraft aufzugeben und das Leben nach strikten, scheinbar göttlichen Maßstäben auszurichten.
      Der einzige Grund, mein Leben, was bis zu dem Tag, als ich die Wahrheit erkannt habe vollkommen verkorkst und wenn ich es genau betrachte vollkommen sinnlos war, aufzugeben und nach göttlichen Maßstäben auszurichten trägt einen Namen- Jesus Christus. Seitdem ich weiß, was er für mich getan hat, das er für mich gestorben ist, um mein Leben lebenswert zu machen und mich von Dingen zu befreien, die mich von Gott getrennt haben. Seitdem weiß ich, dass ich ihm gefallen möchte. Und woher soll ich wissen, was Gott gefällt, wenn nicht durch die Bibel? Durch die Bibel wusste ich, wie Gott mich gesehen hat. Und das war wahr. Ich war durch und durch böse. Seitdem ich Jesus Christus kennengelernt habe, bin ich befreit von der Sünde. Die Wahrheit hat mich frei gemacht. Das war auch wahr.

      Und es gibt so viele Stellen in der Bibel, die genau das beschreiben, was ich als wahr kennengelernt habe. Warum sollte ich zweifeln, an Stellen, wo ich einfach noch nicht begreife, warum sie wahr sind? Ich bin mir sehr sicher, dass mir Gott auch da helfen wird, die Wahrheit darin zu entdecken.
      Einen Grund, der überzeugend genug ist, gibt es meiner Ansicht nach nicht.
      Einen Überzeugenderen Grund als Jesus Christus gibt es meiner Meinung nach nicht. " Gottes Wort hält, weil sein eigener Sohn hinter dem Wort steht und es mit seinem eienen Blut besiegelt hat. Das ist der Fels auf dem wir stehen."
      Vielmehr sehe ich lauter Menschen die in fast kindlicher Angst vor
      ihrer eigenen Verantwortung fliehen und Schutz in einer einfachen,
      strukturierten, geregelten Welt suchen. Der einfachere Weg durchs Leben
      ist der, der mir all die schweren Entscheidungen abnimmt.
      Ich danke Jesus Christus, das ich mich nicht mehr für meine Sünden vor Gott verantworten muss, sondern Schutz in ihm und durch sein Blut habe. Der einfachere Weg ist der, dass ich mir meine Last und meine schweren Entscheidungen von einem abnehmen lasse, der mich besser kennt, als ich mich selbst und der mir bewiesen hat, dass er mich liebt, indem er für mich gestorben ist. Gibt es einen besseren Weg jemandem zu zeigen, dass man ihn liebt, als das man ihm sein Leben gibt?
      Auf dem die einzige Schwierigkeit die ist, eine passende Stelle im
      Fundament meines Glaubens zu finden, die mir sagt was ich tun muss.
      Meine einzige Schwierigkeit ist die, dass ich Jesus Christus oft nicht genug Liebe. Dass ich ihm nicht die Aufmerksamkeit schenke, die er verdient hat, versuche meine Wege zu gehen und selbst alles in die Hand nehmen möchte.

      Aus Angst selbst zu denken, überlässt man es gänzlich einem anderen; einem Menschen, einer Ideologie oder einem Buch.
      Wenn man weiß, dass es einen gibt, der eine so gänzlich andere Blickweise des Lebens hat ( Bedenke, es ist Gott, der mich bestimmt) und einfach viel besser weiß, was gut ist für mich. Warum sollte ich ihm nicht vertrauen? Das hat nichts mit der Angst selbst zu denken zu tun. Ich weiß sehr wohl, wie das ist, selbst zu denken, denn ich war selbst einmal ziemlich weit von Gott entfernt und bin sooo oft auch als Jesusnachfolger Wege gegangen, die ich mir selbst ausgedacht habe(jaja das Denken) und jedesmal ist es schief gegangen und ich bin total unglücklich geworden. Das ist eine eigene Erfahrung, die ich wahrscheinlich noch öfter wiederholen werde, weil ich einfach immer noch ein selstständig denkender Mensch bin. Aber ich möchte mich willentlich dafür entscheiden das zu tun, was Gott von mir möchte.
      Hat man einen Gewissenskonflikt, sucht man einfach eine passende Stelle
      aus der Bibel hinter der man sich verstecken kann und nennt das dann
      Gottes Willen.
      Ja, das mit den Gewissenskonflikten kenne ich, aber mehr in eine andere Richtung. Ich suche mir eine passende Stelle, um Sachen, von denen ich weiß, dass sie nicht gut für mich sind zu entschuldigen. Dahinter verstecke ich mich dann und behaupte von der Sache, wo ich weiß das sie die Wahrheit ist, das Gott das ja nicht so gemeint haben kann. Das nenne ich dann meinen Eigenwillen, den Gott beschömenderweise schon oft bei mir entlarvt hat.

      Man kann zu jedem Thema seine Meinung haben, man darf sich aber nicht anmaßen, damit für Gott sprechen zu wollen.
      Wie gut aber, dass Gott seine Meinung haben darf, die wir Menschen wohl oder übel annehmen müssen, weil er Gott ist und wir die kleinen Menschen. Umso überwältigender allerdings, dass dieser große Gott sich überhaupt mit Menschen wie mich einlässt und sogar aus Liebe zu mir seinen Sohn auf die Erde schickt und sogar sterben lässt für Sachen, die ich mit meinem Eigenwillen verbockt habe. Und das nur, weil er sich nach Gemeinschaft mit MIR sehnt. Oh Mann, was hab ich nur für einen tollen Gott. Das ist diese Freude und die Liebe, die ich erfahren habe, an der ich dich teilhaben lassen wollte. Das ist der Grund, weshalb ich weiß, dass der Gott der Bibel die Wahrheit ist und weshalb ich die Gewissheit habe, dass alles, was in der Bibel steht wahr ist. Ich habe es erlebt...
      Eine - das lässt sich kaum abstreiten - ganz schön kleine, einfache
      Welt ist das, in der die Wahrheit auf dem Schreibtisch zu finden ist.
      Eine- das lässt sich kaum abstreiten- ganz schön große, überwältigende Wahrheit, die in einem Buch zu finden ist und die die Welt weit, aber einfach macht. Denn von meinem herrlichen Gott werde ich niemals im Stich gelassen und ich weiß, dass er in allen Lebenslagen bei mir ist und mich durch Schwierigkeiten hindurchträgt. Selbst wenn die Welt mir nicht einfach scheint, wird er mir helfen. Er hat den vollkommenen Durchblick. Das habe ich erfahren und deswegen kann ich einfach nicht davon schweigen.

      In diesem Sinne.
      Alles Liebe,
      Vergebung
      Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, das er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. 1. Joh. 1,9
      Eine Frage am Anfang:
      Wie beantwortest du mir das Theodizee-Problem?
      Ein Christ muss darauf eine Antwort haben, die ihn selbst überzeugt, ein "Gottes Wege sind unergründlich" ist hier absolut unangebracht, die Frage ist fundamental für den eigenen Glauben. Die einzige für mich einigermaßen überzeugende Lösung ist der Ansatz mit der Freiheit des Menschen. Da Gott den Menschen in absoluter Freiheit geschaffen hat, kann er nicht aktiv in die Geschicke der Menschen eingreifen, ohne diese Freiheit einzuschränken. Du glaubst aber - wörtlich - an die Bibel und wie du sicher weißt, greift Gott dort häufig in die Geschichte ein und spricht sogar zu den Menschen. Wie ist dein Ansatz?

      Das ist genau das, was ich erlebt habe. Seitdem ich glaube, dass alles, was in der Bibel steht wahr ist, bin ich frei. Seitdem ich glaube, dass Jesus der Christus für mich am Kreuz gestorben ist und auferstanden ist, bin ich frei. Und ich habe so eine feste Überzeugung davon, die hab ich noch nie gehabt. Sowas kann nicht menschlich, nicht ausgedacht sein, sondern ich bin 100 pro Überzeugt, dass ist die Wahrheit.
      Weißt du, wie überzeugt ein Moslem von seinem Glauben sein kann?
      Dass du dich gut, frei, von mir aus auch geborgen und sicher fühlst(du hast deine Fehlschläge angesprochen, als du von Gott entfernt warst), ist schön für dich. Aber was hat das mit dem Wahrheitsgehalt deines Glaubens zu tun?
      Seinen Glauben kann man sich nicht aussuchen, also spielen Kriterien wie Attraktivität des Gottesbildes keine Rolle.
      Ist ein Glaube >wahr<, weil der Gott an den man glaubt gut ist und die Menschen sich frei fühlen lässt? Ist der Glaube an einen Gott, der mit den Menschen spielt und sie quält deshalb falsch? Du glaubst dass dein Glaube wahr ist, weil er sich richtig anfühlt, weil du dich - seit du glaubst - gut fühlst wie nie zuvor in deiner "gottlosen" Zeit, aber nochmal die Frage: Was hat das mit dem Wahrheitsgehalt deines Glaubens zu tun?

      Wenn ich jetzt anfangen würde zu glauben, dass die Bibel ja vielleicht doch nicht so wahr ist, wie sie aufgeschrieben ist. Wo fange ich dann an Abstriche zu machen? Setzt das dann dort an, wo das Evangelium beginnt? Würde ich beginnen Sachen herauszustreichen, würde ich am Kreuz dessen sägen, der genau für MICH dort hing.
      Du hast Angst, dass das Haus deines Glaubens einstürzt, sobald man an seinem Fundament rüttelt?
      Die Bibel-Exegese und -Hermeneutik gehören zu den für den christlichen Glauben wichtigsten Prozessen. Diese Prozesse haben wir Religionen wie dem Islam voraus.
      Die meisten Christen haben den Schritt gewagt und erkannt, dass die richtige Betrachtung der Bibel ihrem Glauben zu Gute kommt, nicht mal der Papst nimmt die Bibel wörtlich.

      Seitdem ich Jesus Christus kennengelernt habe, bin ich befreit von der Sünde. Die Wahrheit hat mich frei gemacht. Das war auch wahr.
      Bequem, das erspart eigene Anstrengung. Liegt es wirklich an ihrer Wahrheit, dass du dir eine der "bequemsten" Religionen ausgesucht hast?

      Denn von meinem herrlichen Gott werde ich niemals im Stich gelassen
      Was ist mit tausenden Menschen, die täglich sterben? Was ist vor allem mit tausenden Kindern, die täglich getötet werden oder verhungern? Wo war er vor 70 Jahren? Hat er Maos Volk deshalb im Stich gelassen, weil er ihm den Atheismus aufgedrückt hat? liebt er nicht alle Menschen?
      Oder ganz aktuell: warum wurden in der Nacht auf letzten Donnerstag sieben koptische Christen in Ägypten erschossen?
      Warum laufen in Uganda Menschen, oftmals Kinder, durch die Dörfer und verstümmeln, foltern, vergewaltigen und töten Erwachsene und Kinder im Namen Gottes?

      Mfg,
      Johannes

      JohannesP schrieb:

      Eine Frage am Anfang:
      Wie beantwortest du mir das Theodizee-Problem?
      Ein Christ muss darauf eine Antwort haben, die ihn selbst überzeugt, ein "Gottes Wege sind unergründlich" ist hier absolut unangebracht, die Frage ist fundamental für den eigenen Glauben. Die einzige für mich einigermaßen überzeugende Lösung ist der Ansatz mit der Freiheit des Menschen. Da Gott den Menschen in absoluter Freiheit geschaffen hat, kann er nicht aktiv in die Geschicke der Menschen eingreifen, ohne diese Freiheit einzuschränken. Du glaubst aber - wörtlich - an die Bibel und wie du sicher weißt, greift Gott dort häufig in die Geschichte ein und spricht sogar zu den Menschen. Wie ist dein Ansatz?


      Mit dem konkreten Begriff "freier Wille" ist das Ganze wesentlich besser erklärt.



      Freier Wille schließt das aktive oder passive Wirken Gottes nicht aus.



      Wenn ich zitieren darf:






      "Geschichte ist das Handeln Gottes mit der Meschnheit auf dieser seiner Erde.

      Und eigenmenschlicher Gestaltungswille, erzeugt durch andere Geistesmächte, kann diesen Göttlichen Plan prägen, aber nicht vereiteln.

      Das Ergebnis sind dann die Turbulenzen in der Weltgeschichte."

      Aus:

      "Sobald du erkannt haben wirst, dass die Himmel herrschen"

      von Ulrich Hilliges 1987





      1Tim 1,17

      Dem König der Zeitalter aber, dem unvergänglichen, unsichtbaren, alleinigen Gott, sei Ehre und Herrlichkeit von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
      Freier Wille geht soweit, wie Gottes Gnade es zulässt.

      In der Bibel gibt es auch Beispiele des Unterbindens der freien Willens durch Gott, indem er "Herzen verhärtet".

      Freier Wille bedeutet für mich:

      Ich kann mich in entscheidenden aber nicht unendlichen Momenten für Gott oder gegen ihn entscheiden.

      Somit bleibt Gott gerecht und absolut souverän und allmächtig.

      Gott hat uns in ein Umfeld gestellt, was es uns gar nicht erlaubt ihn in seiner Souveränität oder Allmacht anzutasten.

      Gott könnte uns allen seinen Willen aufzwingen aber weil er es will können wir uns in bestimmten Punkten und Situationen frei entscheiden.



      Fazit: Auch Freier Wille ist zeitbegrenzt und hat seinen von Gott gegebenen (und natürlichen) Rahmen. (begrenzte Möglichkeiten sich zu entscheden)

      lakost schrieb:

      Fazit: Auch Freier Wille ist zeitbegrenzt und hat seinen von Gott gegebenen (und natürlichen) Rahmen. (begrenzte Möglichkeiten sich zu entscheden)
      Was heißt, dass Gott durchaus ins Leben der Menschen eingreift, was allerdings wieder zu der Frage führt, warum er das nicht tut wenn Unschuldige die Konsequenzen von schlechten Entscheidungen anderer Menschen tragen müssen. Vielen hier scheint Gott ja sogar beim wiederfinden des Hausschlüssels zu helfen oder wenn es darum geht den Bus noch zu erwischen und gleichzeitig verhungert etwa alle drei Sekunden irgendwo ein Mensch. Ich will das nicht ins Lächerliche ziehen, sondern nur auf die logische Zwickmühle aufmerksam machen die sich meiner Ansicht nach ergibt, wenn man der Auffassung ist dass Gott auf der Erde wirkt und dabei gut ist.
      hmmm... vielleicht ist das jetzt krass ausgedrückt und leicht gesagt, aber:



      möglicherweise überbetonen wir manchmal das, was auf der Erde passiert. Paulus hat mal sinngemäß gesagt, dass das Leid hier auf der Erde nicht vergleichbar ist mit der Ewigen Herrlichkeit (für Christen)... oder eben der ewigen Verdammnis.

      Eben deshalb ist es nicht wichtig, ob du "unschuldig/dreckig" stirbst, sondern, ob du mit Gott im Reinen bist.

      Wir müssen einfach ganz klar sehen, dass Gott die "Schöpfung" in die Hand des Menschen gelegt hat.

      Wo Gott eingreift oder nicht ist seine Sache und ich denke, er wird sich zu verteidigen wissen, wenn du einmal vor ihm stehst und ihm diese Fragen stellst.

      Off Topic ?

      Ich grüße alle Glaubenden in Christo und durch Christus

      @JohannesP & Lakost

      kann es sein,daß ihr vom eigentlichen Thema abgekommen seid?Der Weg ist Jesus und das Gesetz ist das Evangelium.Freiheit ist da,wo die Sünde im Fleische flieht und sich der Geist häuslich niederläßt.Punktum.Lieber Johannes, deine Fragen und dein Hinterfragen,würden jeden Philosophen dieser Welt zur Ehre gereichen,aber einen Jünger Jesu sind diese Dinge fremd,denn er strebt nach Freiheit in Gott durch die Gnade unseres Herrn Jesus Christus.Lieber Lakost,- du bringst sehr leichtfertig,die Dinge des Himmels und die der Erde durcheinander.Denn nicht Paulus hat das gesagt,sondern Petrus.Auch ist nicht das Leiden hier auf Erden gemeint,sondern die Leiden in der Nachfolge.Und das "nur" Christen in den Himmel kommen -- "glaubst du noch an den Weihnachstmann?" Denn Jesus ist hier ganz andere Meinung.Auch was du über Gott, der Verdammnis und der Schöpfung sagst,ist sowas von verkehrt,"Gott soll sich verteidigen?" "Gott hat die Schöpfung den Menschen übergeben?" Mein lieber Lakost,wer dich gelehrt hat,den solltest du verklagen und mein Wort drauf,diesen Fall gewinnst du. Solltet ihr aber, wider Erwarten,doch noch einmal über das oben genannte Thema sprechen wollen,so hättet ihr in mir, einen sehr geneigten und aufmerksamen Leser.Ich hoffe, niemand sieht meine Kritik als Kritik irgend einer Person,denn ich habe nur das geschriebene kritisiert und nicht den Schreiber.Lob, Preis und Dank, sei Gott dem Vater unseres Herrn Jesus,durch die Gnade unseres Herrn Jesus,welchem sei die Ehre, in seiner Gemeinde,nach dem Willen Gottes, dem Vater.

      "Ich habe euch lieb", spricht der HERR
      Also komm ja auf so eine Antwort nicht so richtig klar ! Und ich bin auch der Meinung das Du die Stelle die Du da anführst aus dem Zusammenhang genommen hast - ohne das jetzt als bösen Vorwurf zu meinen.

      Die Frage ist doch WER und WAS ist Gott !

      Ist Gott Liebe ? Ist Gott gerecht ? Ist Gott allmächtig ? u.s.w.

      Ich für mich kann diese drei Fragen mit einem eindeutigen "Ja" beantworten. Aber dann greift halt die Frage von Johannes "was ist dann aber mit ...?"

      ( ... ) was allerdings wieder zu der Frage führt, warum er das nicht tut wenn Unschuldige die Konsequenzen von schlechten Entscheidungen anderer Menschen tragen müssen.
      Meiner Meinung nach sind wir hier wieder an dem Punkt mit der Perspektive. Wer sagt denn das Gott nicht eingreift ?? Nur weil das Ergebnis nicht so aussieht wie es Deinem und meinem Gerechtigkeitsempfinden entsprichen würde ?
      Ich glaube das Gott grundsätzlich eingreifen kann und will. Gott ist wie ein liebender Vater und eine fürsorgliche Mutter - ER ist der Schöpfer der Menschheit und ER hat Gutes für seine Geschöpfe im Sinn.
      Aber machen die Menschen immer das Gute was Gott eigentlich für sie geplant / vorgeschlagen hat ? Nein - oft auf das krasse Gegenteil.

      Das sind dann so offensichtliche Dinge wie "Du wirst nicht töten" und der Mensch erfindet eine neue Waffe. Aber es geht auch viel subtiler : Gott sagt "Verkauf was Du hast und gib es den Armen ( Bedürftigen ) und dann komm und folge mir nach.."
      Statt dessen reden in dieser Republik die richtig Kohle haben darüber wie sehr die die wenig bis nichts haben die Allgemeinheit ausnützen oder ihr gar schaden. WER sind denn diejenigen die ihre Steuern der Allgemeinheit vorenthalten zu versuchen indem sie sie in Steueroasen verstecken ?
      Die Bibel ( also Gott ) und sogar unser GG sagt : Eigentum verpflichtet ! Dieser Pflicht kommt aber kaum noch einer nach - egal ob Christ oder nicht.

      Was machen denn die Menschen mit Gottes eingreifen ? Ganz oft wird es doch einfach ignoriert - oder halt ins Gegenteil verwand. Und das gilt doch leider auch für "die Kirche". Welche Kirche ist denn dabei das zu tun was Gott ihr gesagt hat ?
      Da wo Kirche das tut was sie soll - da geht auch was ab.

      Vielen hier scheint Gott ja sogar beim wiederfinden des Hausschlüssels zu helfen oder wenn es darum geht den Bus noch zu erwischen und gleichzeitig verhungert etwa alle drei Sekunden irgendwo ein Mensch.
      In diesem Zusammenhang mag das ja ganz schön zynisch von Gott wirken. Aber was ist denn die Motivation Gottes einem dabei zu helfen den Schlüssel wieder zu finden ? Meiner Meinung nach dient soetwas dazu das ich als Mensch verstehe / begreife das es einen Gott gibt der mich liebt, der sich um mich sorgt, der sich für mich interessiert - UND DANN aus diesem Wissen heraus, aus dieser Überzeugung heraus ist es eigentlich nur natürlich los zu gehen und mit seinem Mitmenschen so umzugehen wie Gott mit mir umgeht -sei es nun hier im relativ sicheren Deutschland oder in einem der Krisengebieten.
      ICH kann dann die praktische Handlung Gottes auf Erden sein, durch den ein Mensch weniger hungert, oder ein Mensch weniger stirbt.

      Und hier haben wir dann auch wieder den Bogen zu der Bibelstelle die lakost meint - so wie ich sie verstehe ( ich mag mich irren ). Wenn ich mich dazu entschließe so zu leben wie Gott es von mir möchte, dann kann das für mich vordergründig negative Folgen haben. Vieleicht verliere ich meine Freunde, vieleicht meinen Job, vieleicht meine Gesundheit und vieleicht auch mein Leben ( wie z.B. die beiden Christinnen im Jemen bzw die drei ). Und DIESES Leiden - das fällt im Vergleich zu dem "Reichtum" in dem man lebt und stirbt wenn man in Gottes Willen lebt NICHT ins Gewicht.

      Wenn Jesus leid und Elend gesehen hat - und das hat er - dann hat es ihm den Magen umgedreht. SO ist mein Gott. Es dreht sich ihm der Magen um wenn er das Elend hier auf der Welt sieht. Und er will etwas daran ändern - manchmal stellt sich halt nur die Frage "Wer wird es tun?"

      Viele Leute können den Weg nicht gehen - weil sie nicht verstanden haben, weil sie nicht glaube ( davon überzeugt sind ) das Gott SIE liebt !!!

      Mit dem Gott der Bibel ist so viel und so lange Schindluder getrieben worden - und wird es noch - das es sowohl für viele Gläubige wie erst recht für die meisten Ungläubigen schwer bis unmöglich ist die Liebe in Gott zu entdecken. Viele Jahrhunderte Kirchengeschichte und die sog. Aufklärung haben Gott entweder in Verruf oder in Abrede gestellt.
      Es wird Zeit, das die Christen wieder den lebendigen Gott unters Volk bringen !

      Grüße

      Kai

      RE: Off Topic ?

      Leider muss ich jetzt das tun, was ich nicht gerne tue.... zitieren^^ ;) aber sonst wärs einfach zu unübersichtlich.





      kann es sein,daß ihr vom eigentlichen Thema abgekommen seid?

      gut möglich, nur das ist weiter nicht tragisch, das passiert uns hier im forum andauernd. ich habe mitleid mit dem armen admin, wen er das mal alles sortieren will^^




      Der Weg ist Jesus und das Gesetz ist das Evangelium.

      Was meinst du mit "das Gesetz ist das Evangelium"?




      Denn nicht Paulus hat das gesagt,sondern Petrus.

      Auch ist nicht das Leiden hier auf Erden gemeint,sondern die Leiden in der Nachfolge.

      Ich meinte die Stelle aus >>Röm 8,18 Denn ich denke, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der zukünftigen Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll.<< Paulus.


      Welche Leiden gemeint sind, war für mich eigendlich nur zweitrangig... was ich damit ausdrücken wollte war: das Leben eines Menschen hier auf der Erde --mit allen Leiden oder ohne sie-- dauert im Schnitt nur 70 Jahre und sieht im Gegensatz zu einer Ewigkeit recht winzig aus. Es war ein Vergleich, den ihr, denke ich, nachvollziehen könnt.





      Und das "nur" Christen in den Himmel kommen -- "glaubst du noch an den Weihnachstmann?" Denn Jesus ist hier ganz andere Meinung.

      Dann klär mich bitte auf.




      Auch was du über Gott, der Verdammnis und der Schöpfung sagst,ist sowas von verkehrt,
      Wie gesagt; in dem Punkt brauche ich deine Genaue Vorstellung von Himmel/Verdammnis/wer erreicht die Herrlichkeit und wer nicht.

      "Gott soll sich verteidigen?"

      Um nun mal alle Missverständnisse aufzuheben--- einige Fragen (besonders die, die Gottes Wege in heutiger Zeit betreffen) kann ich halt einfach nicht beantworten; aus diesem Grund muss ich auf Gott selbst verweisen und sagen, dass er einen guten Grund für alles hat und wenn ich direkt vor ihm "stände" könnte er sich gegen jede Anschuldigung der Ungerechtigkeit "verteidigen"/könnte er eine Antwort geben, auch wenn er das nicht nötig hat.




      Gott hat die Schöpfung den Menschen übergeben?"

      1Mo 2,15 Und Gott, der HERR, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren.


      Drücken wir es so aus:

      Die geistigen Mächte in den Himmeln Herrschen, der Mensch ist entweder Sklave des Teufels oder Diener/Sklave Gottes. Dennoch kann er direkt in die Schöpfung eingreifen/sie verändern zerstören.

      Gott hat uns eine Verantwortung über diese Erde gegeben.



      Jute Nacht
      Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: In meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, in neuen Zungen reden,Schlangen mit den Händen hochheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird's ihnen nicht schaden; auf Kranke werden sie die Hände legen, so wird's besser mit ihnen werden.