Hilfestellung zu den Zeugen Jehovas

      servant schrieb:

      Rö.11,29 (Einheitsübersetzung):
      "Denn unwiderruflich sind Gnade und Berufung, die Gott gewährt."
      -> Dies gilt auch für die Berufung Israels
      Jes. 48, 12 (Einheitsübersetzung)
      "Jakob, höre auf mich,
      höre mich, Israel, den ich berief:

      Hi Servant!
      Ich weiß nicht, was du mir hiermit beweisen möchtest?
      Für mich ist das aber kein Beweis dafür, dass das heutige Israel immer noch das auserwählte Volk Gottes ist.
      Wie du oben richtig Jesaja zitierst, hatte "JHWH" Israel gem. 2.Mose 19:5+6 zwar für einen besonderen Zweck "berufen", (Israel sollte sein pers. Eigentum sein,u.sollten eine hl.Nation bilden)) aber Voraussetzung dafür war, dass sie seiner Stimme gehorchten, und seinen Bund einhielten.
      Das taten sie nachweislich nicht, und wurden von "JHWH" (s.dazu Hosea 1:6+9) zurecht verworfen.
      Diese Tatsache wurde von mir schon mehrmals als Beweis angeführt, u. von dem Apostel Paulus in Römer 11:15 noch einmal bekräftigt.


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      2.Mose 19:5+6 (Einheitsübersetzung)

      Vers 5,
      Jetzt aber, wenn ihr auf meine Stimme hört und meinen Bund haltet, (aber nur dann) werdet ihr unter allen
      Völkern mein besonderes Eigentum sein. Mir gehört die ganze Erde.
      Vers 6,
      ihr aber sollt mir ein Reich von Priestern und als ein heiliges Volk gehören. Das sind die Worte, die du den Israeliten mitteilen sollst.

      Da Israel seiner "BERUFUNG" nicht gerecht wurde, ging diese "BERUFUNG" gem. Galater 6:15+16, Römer 2:28+29 u.Römer 9:7+8 auf ein "anderes Israel" über.
      Dieses "ISRAEL" kam im Gegensatz zu dem buchstäblichen Israel seiner Verpflichtung gegenüber Gott Ganzherzig nach, und erhielt deshalb auch die in 2.Mose 19:5+6 verheißenen Segnungen. (nachzulesen in 1.Petrus 2:9+10)

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      RE: Hat Gott zwei Völker?

      Anton schrieb:

      1.Petrus 2:9+10, (Einheitsübersetzung)
      Vers:9
      Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm,....."EIN VOLK".....
      dass sein persönliches Eigentum wurde, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis
      in sein wunderbares Licht gebracht hat.
      Vers:10
      ......."EINST WARD IHR NICHT SEIN VOLK........JETZT ABER......... SEID IHR GOTTES VOLK"...........

      RE: Die Verwerfung Israels

      servant schrieb:

      Lieber Anton,
      Ich möchte nun auch noch ein kurzes Zitat aus dieser Quelle anfügen. Ich hoffe, dies ist OK für dich. Denn der folgende Abschnitt spiegelt meine persönliche biblische Überzeugung wieder. Und deshalb möcht ich gerne auf schon geschriebens zurückgreifen (und das Rad nicht noch einmal neu erfinden :) ).
      Es steht allerdings über dem Volk Lo-Ammi (Nicht-mein-Volk) geschrieben (Hos 1,9), aber dies ist nicht endgültig (Hos 2,1) und ist deshalb ebenso wenig als absolut zu sehen wie ein Vater, der seinen Sohn (zeitweise) verstößt; das Abstammungsverhältnis zum Sohn kann er dadurch doch nicht rückgängig machen. Auch wenn Gott die ungläubige Mehrheit Israels „beiseitegestellt“ hat, dann ist das nur zeitweise, nämlich bis zu dem Augenblick, wenn die Verstockung aufgehoben wird und ganz Israel errettet wird (Röm 11,25-26). „Denn die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar“ (V. 29). Gott hat Sein Volk in Seine Handflächen eingezeichnet (Jes 49,16), und nichts oder niemand kann sie daraus ausradieren.....
      Hi servant!
      Ja es stimmt, Gott hat sein Volk in seine Handflächen eingezeichnet, und niemand, außer er selbst, kann es daraus entfernen.
      UND ER HAT ES GETAN, NACHZULESEN IN HOSEA 1:6+9.
      Die Propheten Jesaja u.Hosea lebten ungefähr zu der gleichen Zeit. (im 8.Jahrhundert v.Chr.)
      Beide schrieben ihre Bücher ebenfalls fast parallel zum gleichen Zeitpunkt.
      Du glaubst doch wohl nicht im ernst, dass Gott Jesaja mitteilt, dass Israel für immer sein Volk bleibt,
      und dem Propheten Hosea das völlige Gegenteil?
      Du magst es glauben, ich tue es nicht. Der Gott der Bibel ist für mich ein Gott der nicht lügen kann, s.dazu Titus 1:2, u.Hebräer 6:18
      Wäre es so, wie du es schilderst, (dass das buchstäbliche Israel von Gott nicht verworfen wurde u, es immer noch das auserwählte Volk Gottes ist)
      würde sich Gottes Wort für mich widersprechen, oder Gott lügen. Aber das kann doch unmöglich sein?
      ODER IRRE ICH HIER?


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      RE: Hosea 1:6+9, (Gute Nachricht)

      Anton schrieb:

      Vers 6,
      Als Gomer zum zweitenmal schwanger wurde und eine Tochter gebar, sagte der Herr zu Hosea:
      Gib ihr den Namen "KEIN ERBARMEN". denn ich habe ....."kein Erbarmen MEHR" mit den Israeliten,
      ...................."SONDERN WERDE SIE VERSTOßEN"............

      Vers 9,
      Der Herr sagte:
      Gib ihm den Namen "NICHT MEIN VOLK"! .......DENN IHR (ISRAEL)SEID NICHT MEIN VOLK, UND ICH NICHT MEHR FÜR EUCH DA".

      PS: Warum beauftragt "JHWH" den Propheten Hosea überhaupt dem Volk Israel diese Botschaft zu übermitteln?
      Israel war doch unauslöschlich in seine Handflächen eingeschrieben? Trotzdem spricht er davon, dass er "KEIN ERBARMEN" mit ihnen haben würde? Meinte er es etwa gar nicht so wie er es sagte?

      Hosea Kapitel 2! (Gute Nachricht)

      Anton schrieb:

      servant schrieb:

      Lieber Anton,
      Ich möchte nun auch noch ein kurzes Zitat aus dieser Quelle anfügen. Ich hoffe, dies ist OK für dich. Denn der folgende Abschnitt spiegelt meine persönliche biblische Überzeugung wieder. Und deshalb möcht ich gerne auf schon geschriebens zurückgreifen (und das Rad nicht noch einmal neu erfinden :) ).
      Es steht allerdings über dem Volk Lo-Ammi (Nicht-mein-Volk) geschrieben (Hos 1,9), aber dies ist nicht endgültig (Hos 2,1) und ist deshalb ebenso wenig als absolut zu sehen wie ein Vater, der seinen Sohn (zeitweise) verstößt; das Abstammungsverhältnis zum Sohn kann er dadurch doch nicht rückgängig machen.
      Hi servant!
      Du führst oben Hosea 2:1 als Beweis dafür an, dass "JHWH" Israel als Gesamtheit noch nicht
      endgültig verworfen hat. Wenn man das 2.Kapitel des Buches Hosea liest, ohne die bibl. Kontexte zu beachten,
      könnte mn das auch schlußfolgern. Gibt es denn hierzu bibl.Kontexte die etwas anderes
      aufzeigen? "JA DIE GIBT ES"!
      Einen sehr bedeutsamen finden wir in Hosea 2:25. Dort zeigt Hosea auf, dass "JHWH"
      einmal einem "ANDEREN VOLK" seine Gunst erweisen sollte.
      Das dies eine sehr bedeutsame u. weitreichende Prophezeiung war, kann man daher ableiten,
      dass sich der Apostel Paulus in Römer 9:24-27 auf diese Prophezeiung Hoseas bezieht.





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      Römer 9:24-27 (Gute Nachricht)

      Vers 24,
      das sind wir! Nicht nur aus dem jüdischen Volk, sondern auch aus den anderen Völkern hat uns Gott dazu berufen,.
      Vers 25,
      ER SAGTE SCHON DURCH DEN PROPHETEN HOSEA s.dazu Hosea 2:25
      DIE MENSCHEN DIE NICHT MEIN VOLK WAREN, WERDE ICH ZU MEINEM VOLK MACHEN.
      DIE MENSCHEN, DIE ICH NICHT ERWÄHLTE HATTE, SOLLEN MEINE ERWÄHLTEN SEIN.
      Vers 26,
      An demselben Ort, wo ihnen gesagt wurde: Ihr seid nicht mein Volk, werden sie zu Kindern des lebendigen Gottes erklärt.
      Vers 27,
      ÜBER DAS VOLK ISRAEL SAGT DER PROPHET JESAJA:

      ...........AUCH WENN ES SO VIELE MENSCHEN IN ISRAEL GEBEN WÜRDE WIE SANDKÖRNER AM STRAND DES MEERES, SO WÜRDEN........"TROTZDEM"........."NUR"........"EINIGE".......(andere Übersetzungen sprechen hier von einem kleinen Rest) VON IHNEN GERETTET.
      Dass das Volk Israel nur vorübergehend Lo-Ammi ist, machen doch die bereits angeführten Verse mehr als deutlich, wie sollte Gott auch sonst kurz vor der Errichtung des Tausenjährigen Reiches (Tag des Herrn/Tag von Jisreel, verbunden mit dem vorhergehenden Gericht) wieder mit SEINEM Volk anknüpfen, wenn es für endgültig nie mehr sein Volk sein würde?? Ich zitiere aus der Elberfelder:
      Hose 1,8-11: Und sie ward schwanger und gebar einen Sohn. 9 Und er sprach: Gib ihm den Namen Lo-Ammi3; denn ihr seid nicht mein Volk, und ich, ich will nicht euer sein. 10 Doch die Zahl der Kinder Israel wird sein wie der Sand des Meeres, der nicht gemessen und nicht gezählt werden kann; und es wird geschehen, an dem Orte, wo zu ihnen gesagt wurde: Ihr seid nicht mein Volk, wird zu ihnen gesagt werden: Kinder des lebendigen Gottes4. 11 Und die Kinder Juda und die Kinder Israel werden sich miteinander versammeln, und sich ein Haupt setzen und aus dem Lande heraufziehen; denn groß ist der Tag von Jisreel.
      In der heutigen Zeit gibt es einen kleinen Überrest aus dem Volk Israel, die zur Umkehr kommen, denn "Israel ist nur zum Teil Verstockung widerfahren". Siehe Römer 11, 25. Dh., auch die Juden haben heute die Möglichkeit, sich durch den Herrn Jesus retten zu lassen und dadurch zur weltweiten Gemeinde Gottes zugefügt zu werden, die aber kein Ersatz-Israel oder sowas ist. Die Gemeinde/Versammlung des lebendigen Gottes ist sein Eigentumsvolk, es trägt aber im Gegensatz zu Israel einen ewigen Charakter (vor Grundlegung der Welt, Eph 1,4), während Israel einen zeitlichen, irdischen trägt (von Grundlegung der Welt an, Matt 25,34).

      Der "Tag des Herrn" (JHWH) wird in der Bibel immer mit Gericht, aber auch mit dem Reich verbunden gesehen. So wird es vor der Aufrichtung des (Tausendjährigen)Reiches Gericht geben, in dem Gott Gericht hält über Israel, bes. Jakob, Jerusalem und über die Nationen. Und während dieser Zeit wird sich ein Überrest aus Israel bilden, der dann wieder zu Gott zurückkehren wird (z.B. Daniel 9,27; Off 11,3). Derer wird Gott sich annehmen und sie werden durch Begnadigung wieder sein Volk sein. Es ist aktuell beiseite gesetzt, nicht sein Volk, aber er wird sich seines Volkes wieder annehmen (hos 2,1/1,11)
      „Omne vivum ex vivo“
      (Louis Pasteur, *1822 †1895)

      Römer 9:24-27

      nitwit schrieb:

      Dass das Volk Israel nur vorübergehend Lo-Ammi ist, machen doch die bereits angeführten Verse mehr als deutlich, wie sollte Gott auch sonst kurz vor der Errichtung des Tausenjährigen Reiches (Tag des Herrn/Tag von Jisreel, verbunden mit dem vorhergehenden Gericht) wieder mit SEINEM Volk anknüpfen, wenn es für endgültig nie mehr sein Volk sein würde?? Ich zitiere aus der Elberfelder:
      Hose 1,8-11: Und sie ward schwanger und gebar einen Sohn. 9 Und er sprach: Gib ihm den Namen Lo-Ammi3; denn ihr seid nicht mein Volk, und ich, ich will nicht euer sein. 10 Doch die Zahl der Kinder Israel wird sein wie der Sand des Meeres, der nicht gemessen und nicht gezählt werden kann; und es wird geschehen, an dem Orte, wo zu ihnen gesagt wurde: Ihr seid nicht mein Volk, wird zu ihnen gesagt werden: Kinder des lebendigen Gottes4. 11 Und die Kinder Juda und die Kinder Israel werden sich miteinander versammeln, und sich ein Haupt setzen und aus dem Lande heraufziehen; denn groß ist der Tag von Jisreel.

      Guten Morgen!
      Warum geht der Apostel Paulus dann aber nicht auf obige Bibelpassage Hoseas in Römer 9:24-27 ein?
      Er bezieht sich zwar dort auf Hosea, (auf Hosea 2:25) aber in einem ganz anderen Zusammenhang.
      Mit keiner Silbe bezieht er sich auf das von dir in Hosea 1:8-11 zitierte.
      Im Gegenteil, er bezieht sich in Römer 9:27 auf den Propheten Jesaja, (auf Jesaja 10:22) der zur
      fast gleichen Zeit als Hosea obiges schrieb, folgendes prophezeite:
      Jesaja 10:22, (Einheitsübersetzung)
      Israel, wenn auch dein Volk so zahlreich ist wie der Sand am Meer-....."NUR EIN REST VON
      IHNEN KEHRT UM. DIE VERNICHTUNG IST BESCHLOSSEN".....

      Gretchenfrage: Warum bezieht sich der Apostel Paulus im Römerbrief zwar auf den Propheten Hosea,
      (Römer 9:25) widerspricht aber zwei Verse weiter in Römer 9:27 seine Prophezeiung aus
      Hosea 1:8-11?

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      RE: Römer 9:27 (Gute Nachricht)

      Anton schrieb:

      Römer 9:27
      ÜBER DAS VOLK ISRAEL SAGT DER PROPHET JESAJA: (Jesaja 10:22)

      ...........AUCH WENN ES SO VIELE MENSCHEN IN ISRAEL GEBEN WÜRDE WIE SANDKÖRNER AM STRAND DES MEERES, SO WÜRDEN........"TROTZDEM"........."NUR"........"EINIGE".......(andere Übersetzungen sprechen hier von einem kleinen Rest) VON IHNEN GERETTET.

      RE: RE: Hat Gott zwei Völker?

      Anton schrieb:

      Anton schrieb:

      1.Petrus 2:9+10, (Einheitsübersetzung)
      Vers:9
      Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm,....."EIN VOLK".....
      dass sein persönliches Eigentum wurde, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis
      in sein wunderbares Licht gebracht hat.
      Vers:10
      ......."EINST WARD IHR NICHT SEIN VOLK........JETZT ABER......... SEID IHR GOTTES VOLK"...........
      Hallo,
      jetzt wird ja hier schon seit einigen Seiten heftig diskutiert, aber eigentlich geht es in diesem Thread um etwas anderes;)

      ______________________________________________________________________
      @Anton:
      Es hilft eher selten, wenn man nur so mit Bibelversen um sich schmeißt, und gar nicht ins Detail darauf eingeht, aber naja...
      Des weitern bitte ich dich, diesen Thread nicht mit 1000 Beiträgen zuzuposten, das sieht dann eher so aus, als ob du die anderen User niederschreiben wölltest.
      In anderen Foren wärest du schon verwarnt worden, weil Doppelposting verboten ist, und du dies sogar getoppt hast. Also: nutze entweder die 'Bearbeiten' Taste, um deinem Post noch etwas hinzuzufügen, oder warte, bis ein anderer User etwas auf deine Aussage geantwortet hat, dann kannst du wieder schreiben.
      Auch solltest du wissen, das man beim Zitieren nicht in die Zitatbox schreibt, sondern unter die Box, damit die anderen erkennen können, welche Aussage von wem stammt...
      Wenn du googlest, wirst du vllt. ein Tutorial dazu finden;)
      ___________________________________________________________________________________


      Also mal wieder b2T!!!

      Ich finde es sehr gut, das ehemals Jehovas hier weiterhelfen wollen!

      Ist es denn eigentlich nützlich eine Diskussion mit denen auf Grundlager der Bibel anzufangen, oder ist das Aussichtslos?

      MfG David

      Belehrung von ZJ!

      Spunk schrieb:

      Da wäre ich mal nicht so überheblich !!! Wieviele Christen in wievielen Gemeinden / Versammlungen / Kirchen weigern sich - vieleicht auch aus Angst - die Theologie die gelehrt wird, zu hinterfragen. Du hast doch schon die Frage nach Tradionen gestellt ( extra Thread ) - wie oft hat Tradition das Wort Gottes ersetzt, wie schwer oder unmöglich ist es, das wieder zu ändern ??!!!

      Man muss ja nur manche Foren, Blogs oder Newsletter lesen um zu sehen welche Boshaftigkeit entsteht, wenn Christen meinen man würde gegen ihre Traditionen - das vermeintliche Wort Gottes - verstoßen !
      Bevor man also die ZJ belehrt, sollte man wohl ersteinmal vor der eigenen Türe kehren.
      Grüße
      Kai
      "NO KOMMENTAR!

      Aussichtslos?

      Davidinho schrieb:

      Hallo,
      jetzt wird ja hier schon seit einigen Seiten heftig diskutiert, aber eigentlich geht es in diesem Thread um etwas anderes;

      Ich finde es sehr gut, das ehemals Jehovas hier weiterhelfen wollen!

      Ist es denn eigentlich nützlich eine Diskussion mit denen auf Grundlager der Bibel anzufangen, oder ist das Aussichtslos?

      MfG David
      Wenn man sich in der Bibel ein wenig auskennt, ist nix Aussichtslos. Aber man sollte sich schon auskennen,
      die ZJ kennen sich hier bestens aus. ;)

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      Widerspruch?

      An die Bibelexperten!
      Aus Römer 11:1+2 geht hervor, dass "JHWH" das Volk Israel "scheinbar" nicht verworfen hat. Einige Verse weiter
      in Vers 15 zeigt der Apostel Paulus aber auf, dass Israel "scheinbar" von "JHWH" doch verworfen war?
      Einen "scheinbaren" Widerspruch "könnte" man auch aus Jesaja 10:22 u. Hosea 1:10 ableiten.
      In Jesaja 10:22 hebt der Prophet Gottes hervor, dass aus Israel selbst wenn es dort so viele Menschen wie Meeressand geben sollte, nur ein kleiner Überrest das Strafgericht Gottes überleben sollte.
      Der Prophet Hosea, der seine Prophezeiung aus Hosea 1:10 zum fast gleichen Zeitpunkt niederschrieb, prophezeit
      aber das völlige Gegenteil?
      Er sagte voraus, dass sehr viele Israeliten, "so viele wie der Sand am Meer" errettet werden? ?(
      Wer kennt sich gut in der Bibel aus, und weiß die Antwort?
      Denn eins steht fest, es muß eine logische Antwort darauf geben, denn Gottes Wort widerspricht sich nicht.

      PS: Danke im voraus für eine bibl. begründete Antwort! ^^

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Anton“ ()

      Sand am Meer

      Guten Abend Anton,
      Find ich wirklich eine gute und berechtigte Frage.
      Meiner Meinung nach hat sie aber folgenden Bedeutung: Wie du schon aus Jesaja zitiert hast, wird vom eigentlichen Volk Israel nur ein Überrest errettet werden. Und dieser Überrest setzt sich aus Juden veschiedener Stämme zusammen, die in der ganzen Welt verstreut sind. Also wirklich viele kleine und klägliche Häufchen (sodass man hier zu Recht nicht mit Begriffen wie "Sand am Meer" jonglieren kann).
      Dieser Überrest wird errettet, von Gott wieder angenommen und in Israel gesammelt. Konkret werden die vielen kleinen Häufchen wieder zu einer Nation werden und sich des Landes bemächtigen. Und so werden Sie dann nach und nach wieder zu einer großen Nation werden (auch schon aus rein biologischer Sicht). Und dann gilt für die Juden im 1000jährigen Reich die Verheißung aus Hosea: "Doch die Zahl der Söhne Israel wird wie Sand am Meer werden."
      Liebe Grüße
      servant

      RE: Sand am Meer

      servant schrieb:

      Guten Abend Anton,
      Find ich wirklich eine gute und berechtigte Frage.
      Meiner Meinung nach hat sie aber folgenden Bedeutung: Wie du schon aus Jesaja zitiert hast, wird vom eigentlichen Volk Israel nur ein Überrest errettet werden. Und dieser Überrest setzt sich aus Juden veschiedener Stämme zusammen, die in der ganzen Welt verstreut sind. Also wirklich viele kleine und klägliche Häufchen (sodass man hier zu Recht nicht mit Begriffen wie "Sand am Meer" jonglieren kann).
      Dieser Überrest wird errettet, von Gott wieder angenommen und in Israel gesammelt. Konkret werden die vielen kleinen Häufchen wieder zu einer Nation werden und sich des Landes bemächtigen. Und so werden Sie dann nach und nach wieder zu einer großen Nation werden (auch schon aus rein biologischer Sicht). Und dann gilt für die Juden im 1000jährigen Reich die Verheißung aus Hosea: "Doch die Zahl der Söhne Israel wird wie Sand am Meer werden."
      Liebe Grüße
      servant
      Hi servant!
      Danke, dass du versuchst meine Fragen zu beantworten. :P
      Leider bist du aber auf den Widerspruch von Römer 11:1+2 und Römer 11:15 nicht eingegangen? :(
      Zu deinem obigen Gesagten folgendes:
      Du beziehst dich oben auf den Propheten Hosea. Ist dir eigentlich bewußt, dass kurz nachdem Hosea
      gem. Hosea 1:6+9 den Untergang Israels prophezeite, das 10 Stämmereich für "IMMER" von der Weltenbühne
      verschwand?
      Nur Juda sollte gem.Hosea 1:7 wegen "JHWH,S" Schwur den er seinem pers.Freund Abraham leistete, gem.
      1.Mose 22:16-18 weiterhin Bestand haben.
      Um Abrahams Same zu sein, bedurfte es aber überhaupt nicht gem. Galater 3:26-29 ein buchstäblicher Jude zu
      sein.
      Ach noch eins! Du beziehst dich oben auf die Verheißung Hoseas aus Hosea 1:10. (Israels Rettung wie der Sand
      des Meeres)
      Hatte ich zwar schon einmal gefragt, vielleicht weißt du hier die Antwort?
      Auch der Apostel Paulus bezieht sich in Römer 9:25 auf den Propheten Hosea, zwei Verse weiter,
      in Römer 9:27 sagt er aber das völlige Gegenteil, er spricht hier nur von einem "kleinen Überrest" der
      gerettet werden sollte.
      Und dieser "Überrest" sollte nicht erst in späterer Zukunft gerettet werden, sondern zu der damaligen Zeit,
      nachzulesen in Römer 11:5.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Anton“ ()

      Hallo Anton,
      Erst einmal muss ich dir sagen, dass ich aus Zeitmangel (wirklich: leider) nicht auf alle deine Fragen richtig eingehen kann. Und die nächsten Tage bin ich dann auch leider nicht verfügbar, da ich in einer Kinderfreizeit mithelfe.
      Was das 10 Stämmereich angeht, so ist außer Frage, dass es sich damals aufgelöst hat. Jedoch heißt dies nicht, dass Gott nur mit Juden aus Juda (und Benjamin) wieder anknüpfen wird. Vielmehr werden auch Juden aus den anderen Stämmen dabei sein, wenn Gott sein Volk wieder sammelt.
      Dazu ein paar Bibelstellen:
      Hesekiel 20: "34 Ich will euch mit starker Hand und hoch erhobenem Arm aus den Völkern herausführen und aus den Ländern, in die ihr zerstreut seid, sammeln und dabei meinen Zorn über euch ausgießen. 35 Ich bringe euch in die Wüste der Völker; dort trete ich euch von Angesicht zu Angesicht als Richter gegenüber. 36 Wie ich mit euren Vätern in der Wüste Ägyptens ins Gericht gegangen bin, so will ich auch mit euch ins Gericht gehen - Spruch Gottes, des Herrn. 37 Ich lasse euch unter dem Hirtenstab an mir vorbeiziehen und zähle euch ab. 38 Die Abtrünnigen und alle, die sich gegen mich auflehnten, sondere ich von euch ab. Ich führe sie zwar aus dem Land, in dem sie als Fremde leben, heraus, in das Land Israel aber werden sie nicht kommen; dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin."
      Jesaja 66: "20 Sie werden aus allen Völkern eure Brüder als Opfergabe für den Herrn herbeiholen auf Rossen und Wagen, in Sänften, auf Maultieren und Dromedaren, her zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem, spricht der Herr, so wie die Söhne Israels ihr Opfer in reinen Gefäßen zum Haus des Herrn bringen. 21 Und auch aus ihnen werde ich Männer als Priester und Leviten auswählen, spricht der Herr."
      Psalm 147: "1 Halleluja! Gut ist es, unserm Gott zu singen; schön ist es, ihn zu loben. 2 Der Herr baut Jerusalem wieder auf, er sammelt die Versprengten Israels. 3 Er heilt die gebrochenen Herzen und verbindet ihre schmerzenden Wunden. "
      Zu diesem Thema möchte ich auch noch etwas aus dieser Quelle zitieren (S.10-11):
      Israel war in vielerlei Hinsicht ungehorsam, meistens aber durch Götzendienst.
      Israel wurde in der Richterzeit wiederholt unterjocht.
      Das Land wurde unter Rehabeam und Jerobeam geteilt.
      Das Nordreich ging in assyrische Gefangenschaft. Hierzu muss erwähnt werden, dass die
      Lehre des sogenannten British Israelism von Herbert Armstrong und seiner Worldwide
      Church of God falsch ist. Diese Lehre besagt, dass die 10 Stämme des Nordens völlig
      verlorengegangen seien, und dass die heutigen Juden nur die Söhne von Juda und Benjamin
      seien. Die 10 Stämme hätten demnach ihre nationale Identität verloren und seien nach
      Nordwesten gewandert. Sie sollen die Vorfahren der Angelsachsen geworden sein. Auch das
      britische Königshaus beansprucht bis heute eine direkte Abstammungslinie aus dieser Zeit,
      10
      insbesondere aus dem Stamm Juda über David und aus dem Stamm Dan. Ausserdem soll die
      britische Nation als ganze dem Stamm Ephraim entsprechen, die amerikanische Nation als
      ganze dem Stamm Manasse. Diese Lehre ist weder biblisch noch historisch haltbar. Bei der
      Teilung des Reiches unter Jerobeam und Rehabeam lesen wir nach dem Waffenstillstand
      zwischen den beiden Königen in 2.Chr.11, 12-17 etwas ganz Entscheidendes. Es heißt dort:
      „ So gehörten Juda und Benjamin ihm (d.i.Rehabeam). Auch die Priester und Leviten aus
      ganz Israel und aus allen ihren Gebieten stellten sich zu ihm. Denn die Leviten verließen ihre
      Bezirke und ihr Besitztum und kamen nach Juda und Jerusalem……Jenen Leviten aber
      folgten aus allen Stämmen Israels diejenigen, welche ihr Herz darauf richteten, den Herrn,
      den Gott Israels zu suchen. Diese kamen nach Jerusalem, dem Herrn, dem Gott ihrer Väter zu
      opfern. Diese stärkten das Königreich Juda und ermutigten Rehabeam, den Sohn
      Salomos…..“ 2.Chr.12,1: „Als aber Rehabeams Herrschaft befestigt und stark geworden war,
      verliess er das Gesetz des Herrn, und ganz Israel mit ihm.“
      Die Bewohner des Südreiches waren also nicht nur Juda und Benjamin, sondern sie bestanden
      aus allen Leviten des ganzen Landes und aus Mitgliedern aller 12 Stämme, die sich dem
      Südreich anschlossen, In 2.Kö.17 lesen wir von der Verschleppung der Bewohner des
      Nordreiches in die assyrische Gefangenschaft. Die Assyrer siedelten ihre eigenen Leute im
      Nordreich an, sodass es in der Folge entgegen dem Gebot Gottes zu Mischehen mit restlichen
      Israeliten kam, aus denen das Volk der Samariter entstand. Auch in religiöser Hinsicht
      entstand ein Mischkult. Die Samariter anerkannten nur die fünf Mosebücher als heilige
      Schriften an, betrieben ansonsten auch Götzenkulte und wurden von den Juden bis zur Zeit
      des Herrn verachtet. Die Bewohner des Nordreiches wurden aus Israel vertrieben, aber sie
      haben weiterhin in Assyrien existiert, „bis auf diesen Tag“ (2.Kö.17,23).
      Die Bewohner des Südreiches kehrten nach der 70 jährigen babylonischen Gefangenschaft
      zum Teil wieder nach Israel zurück. Sie setzten sich nicht nur aus Juda und Benjamin
      zusammen, sondern aus Mitgliedern aller 12 Stämme, wie ja bereits zuvor erklärt. Die Bücher
      Esra und Nehemia erzählen von denen, die zurückkehrten, das Buch Esther von denen, die im
      persischen Reich blieben. Esra spricht genauso über Israeliten wie über Juden, ebenso
      Nehemia. An einigen Stellen ist sogar von ganz Israel die Rede. Im NT lesen wir in Lk.2,36,
      dass die Prophetin Anna aus dem Stamm Aser war. Paulus redet in Apg.26,6+7 davon, dass
      alle 12 Stämme Israels Gott Tag und Nacht dienen. Mehrere Briefe des NT sind an Israel oder
      an die 12 Stämme in der Zerstreuung gerichtet. Wenn diese nicht mehr existiert hätten, wäre
      es sinnlos gewesen, die Briefe so zu adressieren.

      Wenn du die Zeit hast, dann schau dir u.U. auch noch einmal die ganze pdf an und prüfe sie anhand des Wortes Gottes.
      - Was deine Frage zu Römer 11 angeht nur noch einmal kurz soviel: Ich denke, dass man hier immer differenzieren muss. Auf der eine Seite hat Gott mit dem Volk Israel einen Bund von Verheißungen gemacht, der an klare Bedingungen geknüpft waren. Israel ist ungehorsam gewesen und hat seine Verheißungen zurecht verwirkt. Und Gott hat sie (zum Teil zumindest zeitlich begrenzt) verworfen.
      Auf der anderen Seite habe wir jedoch die (aus und in reiner Gnade getätigten) Berufung der Nachkommen Jakobs als DAS eine Volk Gottes. Wie schon einmal angeschnitten, ist die Berufung unwideruflich und bedingungslos und unlösbar. Israel ist und bleibt das Volk Gottes und wird in diesem Kontex nicht verstoßen.
      Man kann die kritischen Stellen u.U. auch noch anders auslegen (und ich habe auch schon andere Auslegungen dazu gelesen). Jedoch bleibt eines stehe: Vers 1 und 15 müssen (und wie du schon erwähnt hast: können) sich nicht widersprechen.
      - Ganz allgemein möchte ich dir in diesem Zusammenhang zwei Bücher empfehlen:
      1.) Werner Mücher: 1000 Jahre Frieden
      2.)Dirk Schürmann, Stefan Isenberg: Der vergessene Reichtum
      Eines ist natürlich klar: Diese beiden Bücher vertreten eine bestimmte "theologische" Auffassung. Aber ich weiß durch persönlichen Kontakt mit den Autoren, dass es ihnen nicht um das bloße Verteidigen eines toten theologischen Gedankengebäudes geht. Vielmehr liegt ihnen stattdessen eine lebendige und treue Auslegung des Wortes Gottes am Herzen um dadurch IHN zu verherrlichen.
      Falls du die Bücher irgendwo ausgeliehen bekommst (bzw. sie dir leisten kannst), so kann ich dir nur ans Herz legen, einmal hinein zu schauen. Ich verlange auch nicht, dass du die dort vertretene Bibelauslegung übernimmst. Aber ich denke, es kann dir helfen, meinen Standpunkt (und den einiger anderer im Forum) besser zu verstehen. Denn die Autoren sind wirklich immer bemüht, alles wirklich an der Bibel zu begründen. Und auch hier gilt: Bis jetzt ist wohl noch kein Buch von Mensch geschrieben worden, dass wirklich fehlerfrei ist. Also prüfe alles und halte das Gute fest.
      Dasselbe gilt auch für meine Beiträge. AUch hier bin ich für biblisch begründete Kritik immer offen. Und ich bin dir wirklich dankbar, dass du hier im Forum einen positiven Kontrapunkt darstellst. Denn du hast absolut recht: Wir Christen sind immer in der Gefahr, theolgische Überzeugungen einfach tradtitionell zu übernehmen, ohne dass wir sie immer wieder neu mit dem WOrt Gottes abgleichen. Und auch ich gebe ganz offen zu, dass ich in diesem Thema nicht zu 100% sattelfest bin. Und dies wird man unweigerlich auch meinen Beträgen anmerken. Umsomehr ist es mir eine Motivation, mich in Zukunft noch mehr mit dem Forschen in der Bibel zu beschäftigen.
      Und schlussendlich sind alle "theologischen" Überlegungen nur wirklich dann gesegnet, wenn sie im Endeffekt zur Verherrlichung Gottes dienen.
      Ich möchte dir auch an dieser STelle danken, dass deine letzten Beiträge etwas weniger bissig/scharf formuliert waren.
      Insoweit wünsche ich dir weiterhin SEINEN Segen. Und lass dich wirklich immer von Gott als abhängiges Gefäß gebrauchen
      Liebe Grüße

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