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Sonntag, 5. Juli 2009, 20:53

Gebetserhörungen

Hi zusammen!

Ich hab mir gedacht, wir können uns gegenseitig mal ein wenig Mut zum Beten machen.
Dafür schlage vor, dass wir uns hier ein paar Gebetserhörungen erzählen können!

Ich fang mal an:

Meine Mutter hat ein richtig tolles Gebetserlebnis gehabt.
Wir fahren als zweit Wagen einen 18 Jahre alten Volvo. Der fährt sich wie ein Schiff und sieht so richtig
alt und kantig aus. Das Auto zu bekommen war schon eine Gebetserhörung.
Da mein Vater viel unterwegs ist, brauchten wir für verschiedene Dinge ein Auto. Aber da wir nicht so
richtig gut bei Kasse waren, hat meine Mutter diesen Wunsch Gott übergeben.
"Eines Tages" ging sie dann zu einem Nachbarn, ein Werkzeug ausleihen, und der fragte nur so beiläufig:
"Doro, brauchse nicht zufällig ein Auto?" Cool oder? Dann haben wir für wenig Geld den Volvo bekommen!

Nun, aber nach einiger Zeit musste der Wagen auch mal zum TÜV...uups...das kann heiter werden =)
Nach einer Reperatur bei der Dekra haben wir den Wagen dann direkt mal von der Dekra durch-checken lassen.
Das Ergebnis: Unterboden durchgerosstet, Bremsen kaputt, Stoßdämpfer kaputt, Handbremse muss neu, und noch
son paar andere Mängel. Also sehr teuer...

Meine Mutter hat das Auto aber schon ein wenig lieb gewonnen =) und ein neues Auto oder die Reperatur kostet ja
auch viel... :S
Sie fing an zu beten!!!
Als dann der offizielle Termin beim TÜV anstand, war uns eigentlich schon klar, der Wagen muss weg...
Aber meine Mutter betete!
Beim TÜV angekommen checkt sie zusammen mit dem TÜV-Mensch das komplette Auto durch:
Keine Mängel!!! ?(
Ja echt! Nur so kleinichkeiten, die mit ein paar Euro fünfzig zu regeln sind!

So groß ist Gott. ER hat verprochen, wenn wir in seinem Namen beten wird er uns das geben, worum wir gebeten
haben. Das war der Beweis :D !!!

Gott erhört Gebet! :rolleyes:
Das Leben als Christ besteht nur aus zwei Dingen: Ich muss täglich zu Jesus Christus kommen und ich muss jeden Tag in Jesus Christus bleiben.

Hans Peter Royer

2

Dienstag, 7. Juli 2009, 16:54

Das kann nicht dein Ernst sein.
Du glaubst Gott schenkt euch ein >Auto<, weil du dafür betest?
Täglich sterben reihenweise Kinder weil sie nichts zu essen haben, oder werden von anderen Kindern erschossen, obwohl ihre Eltern für sie beten und du glaubst, Gott interessiert sich stattdessen für dein >Auto<?
Das ist grotesk, das kannst du nicht ernsthaft glauben.

3

Dienstag, 7. Juli 2009, 18:03

Es geht hier darum, dass und wie Gott Gebete erhört.
Er hat das Gebet um das Auto erhört...Was weiß ich warum!
Gott interessiert sich genauso für mich wie für Menschen in Afrika...
Das klingt gemein, oder?
Aber unserem Gott ist kein Problem zu KLEIN!!!
Meinst du, weil es anderen Menschen schlechter geht wie dir, erhört Gott deine Gebete nicht?!
Also interessiert sich Gott nicht für dich, weil es wichtigere gibt?

Danke nein, ich weiß das viele Menschen sich fragen, warum Gott etwas zulässt. Ich hab keine wirckliche Antwort darauf...
Aber ich bin glücklich, dass Gott trotz der vielen Probleme auf der Welt TROTZDEM auch mit mir und meinen kleinen
Dingen und Problemen lebt und uns hilft...!
Das Leben als Christ besteht nur aus zwei Dingen: Ich muss täglich zu Jesus Christus kommen und ich muss jeden Tag in Jesus Christus bleiben.

Hans Peter Royer

4

Mittwoch, 8. Juli 2009, 00:56

Hallo lieber JohannesP,
Ich geb dir recht: Ein Gott, der einzig und allein Schuld an allem Leid in der Welt ist und unnahbar und launisch auf und über der Erde schaltet und waltet, würde sich einen Dreck um solche Nebensächlichkeiten wie Autos oder z.B. Arbeitslosigkeit kümmern.
Aber ein Gott, der seinen eigenen Sohn ans Kreuz nageln ließ, um mit mir überhaupt ersteinmal Kontakt aufnehmen zu können; Ein Gott, der mir nun zu einem Vater; ja zu einem wirklich vollkommenen und liebevollen Vater geworden ist, obwohl er schon im vorne herein gewusst hat, was für ein Klotz er sich mit mir ans Bein binden wird; Ja so ein Gott interessiert sich sehr wohl für ALLE meine Probleme. Nicht umsonst sagt er mir in der Bibel: Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott! (Philliper 4,6). Es stimmt: Gott erhört nicht jedes Gebet; aber er hört jedes Gebet. Und welcher vorausdenkender Vater würde seinem Kind jeden Wunsch erfüllen.
Ich verstehe dich vollkommen und stimme dir aus deiner Sicht vollkommen zu: Wir "bekehrten" Christen (entschuldige bitte den abgetroschenen aber biblischen Ausdruck) sind aus rationeller Sicht die größten Idioten. Wie können wir daran glauben, dass vor 2000 Jahren der Sohn Gottes; ja im Grunde Gott selbst für unsere Sünde gestorben ist. Überhaupt der Begriff Sünde. Im Grunde genommen ist doch alles relativ.Achso: Welcher Christ glaubt heute doch noch überhaupt an Hölle. Alles doch nur Erfindungen des Mittelalters. Und warum gerade Jesus. Und nicht irgendein ein Held oder Religionsführer.Und was ist überhaupt mit der Bibel.....
Selbst die Bibel gibt dir in gewisser Hinsicht recht:Wir aber verkünden den gekreuzigten Christus als den von Gott versprochenen Retter. Für Juden ist das eine Gotteslästerung, für die anderen barer Unsinn.(1Korinther1,23).
Lieber Johannes: Glaub mir, umso mehr du mit uns/mit mir ins Gespräch kommst, umso sinnloser und paranoid wird dir unser Denken, Handel und Fühlen vorkommen. Auch wenn ich es versuchen würde, dir zu erklären warum wir soundso handeln und glauben. Es würde für dich weiterhin blanker Unsinn bleiben. Oder bestenfalls ein etwas abgedrehts Denken von ein paar fundamentalistischen Christen; welches man aber ruhig tolerieren kann.Wir tun ja schließlich niemanden weh.
Erst wenn du für dich persönlich annimmst, dass Jesu auch für deinen Sünden gestorben ist, wirst Gott für dich nicht mehr ein unnahbarer Richter, sondern ein liebender Vater sein. Und plötzlich wird dir dieser blanke Unsinn zu einer übernatürlichen! Kraftquelle und des Weisheits höchster Schluss werden. Und wirklich nur dann!!!!
Zum Schluss noch eine Frage an dich: Glaubst du, in Afrika und Asien würden Tag für Tag tausende Kinder sterben, wenn die Weltgemeinschaft Gottes Richtlinien bezüglich dem Umgang mit Ressourcen, Geld, Armen und der Gerechtigkeit befolgt hätte bzw. befolgen würde?! Gott ist sehr höflich: Wenn er nicht erwünscht ist, zieht er sich auch mal zurück. Und wenn dann der Mensch eigentwortlich handeln muss und sodann gleich Bockmist baut, dann spielt Gott nicht den großen Radierer, der alle selbstverschuldeten Fehler korrigiert. Und persönlich muss sich jeder Fragen: Was tue ich gegen Armut in der Welt? Im übrigen ist es erwiesen, dass es ohne das rießengroße soziale Engagement im Rahmen der christlichen Missionsarbeit in der 3.Welt noch viel düsterer aussähe.
Und was tote Kinder unter Christen angeht: Ich kann nicht aus perönlicher Erfahrung sprechen, aber in näherer und weiterer Verwandt- und Bekanntschaft kenne ich ein paar Fälle. Und wenn sich aus meiner Sicht dadurch etwas in der persönlichen Gottesbeziehung der Betroffenen geändert hat, dann das, dass das Kind-Vater-Verhältnis zu Gott größer und inniger geworden ist. Zumindesten kenne ich KEIN Fall, in welchem dadurch jemanden Gott abgeschworen hätte.
Ich als Christ verstehe oft noch weniger von Leid als du bzw als du zu verstehen glaubst. Aber ich habe einen "Papa" (biblischer Begriff: abba) im Himmel. Er liebt mich.Mehr als es mein leiblicher Vater je getan hat, je tun wird und je tun könnte.
Ich weiß wie doof das für dich klingt, aber:
Ich will für dich beten.
Und vergib mir bitte meine Art und Weise. Wollte dir halt auch mal nen paar Zeilen schreiben, ohne dich gleich mit Bibelzitaten und frommen Sprüchen zu erschlagen.Auch wenn mir dass wahrscheinlich nicht gelungen ist :)

5

Mittwoch, 8. Juli 2009, 15:05

Hallo servant
Danke für deine ausführliche Antwort, ich halte weder dich noch andere Christen pauschal für Idioten, du machst im Gegenteil einen vernünftigen, offenen Eindruck. Du scheinst deinen Glauben auch zu hinterfragen, und gibst dich nicht immer mit "die Wege des Herrn sind unergründlich" zufrieden, das ist schön. Allgemein mag ich Christen - echte, keine konservativen CSU-erzkatholischen engstirnigen Idioten. Nach Jesu Botschaft von Liebe zu leben ist toll und würden das mehr Menschen tun, wäre die Welt bestimmt eine bessere.
Aber ich denke dass du(mit "du" spreche ich alle vernünftigen Christen an) die falsche Schlüsse ziehst.
Dein Text macht den Eindruck als wärst du nicht immer der Christ gewesen, der du bist, zumindest nicht in dem Ausmaß.
Ob es irgendeinen bestimmten Auslöser gab ist mir im Moment nicht wichtig - falls es so war kannst du ihn aber gerne mitteilen.
Wichtiger ist mir aber, dass ich das Gefühl habe, dass, sobald Menschen "zu Jesus gefunden haben" oder, wie du es sagst, "bekehrt" sind, die Logik eine Pause macht.
Das erkläre ich mir damit, dass man den Glauben logisch nicht begründen kann, ohne auf Widersprüche zu stoßen. Das liegt daran - sagst du vielleicht - dass man Gott mit menschlicher Logik nicht fassen kann. Aber woher weißt du dann, dass du nicht irrst? Traust du deinen Gefühlen mehr als deinem Verstand? Dafür gibt es keinen Grund, beides spielt sich nur in deinem Körper ab.
Wenn man das Theodizee-Problem - das du angesprochen hast - betrachtet, drängt sich eine Erkenntnis auf, die dem üblichen christlichen Gottesbild widerspricht: Entweder der Mensch ist nicht frei und der allmächtige Gott ist für das Leid - oder das Böse - verantwortlich, oder wir sind frei und demnach verantwortlich, Gott aber nicht allmächtig. Die erste Möglichkeit ist aus christlicher Sicht schnell ausgeschlossen. Niemand will einen bösen Gott, außerdem spielt Freiheit eine große Rolle im christlichen Glauben, immerhin ist der Mensch individuell und als Gottes Ebenbild geschaffen.
Der verbleibende Schluss ist allerdings auch nicht im Sinne des christlichen Glaubens. Der Mensch ist frei, schön und gut, aber mit dem Schluss dass Gott nicht allmächtig sein kann, bist du wahrscheinlich nicht einverstanden. Der Schluss wirkt auch nicht so zwingend wie der erste.
Dass der Mensch wirklich frei ist, bedeutet aber, dass Gott sich in Bezug zum Menschen komplett zurücknehmen muss, denn jedes Einwirken würde den Menschen in seiner Freiheit beeinflussen. Ein Allmächtiger Gott, der Freiheit schenkt, würde für den Menschen also keine Rolle spielen. Ob man ihn noch allmächtig nennen kann, muss diskutiert werden, sicher ist aber, dass dieser Gott nicht der des Christentums ist, denn dieser greift in die Geschichte ein. Beispiele dafür gibts es natürlich in der Bibel, du hast aber bestimmt auch schon Gotteserfahrungen gemacht. Du bist also nicht frei bei einem allmächtigem Weltenrichter, oder auch einem liebenden Papa, wie du(bzw. Jesus) in nanntest.
Ist der Mensch nicht frei, liegt das Leid in der Hand Gottes, das ist die logische Konsequenz.
Ist er allmächtig und greift auch in das Leben der Menschen ein, wäre es doch ein leichtes mit einem Schlagt alles Leid von der Welt zu verbannen.
Deine Aussage, Gott würde die selbstverschuldeten Fehler der Menschen nicht korrigieren, wenn er nicht erwünscht ist, ist in sich nicht schlüssig.
Um meine vorherige Folgerung aufzugreifen, sind diese Fehler in letzter Konsequenz auf Gott zurückzuführen. Ich spreche nicht vom einzelnen, sondern von der Existenz des Leids, bzw. des Bösen, überhaupt.
Anders betrachtet ist ein Gott, der beleidigt ist, nur weil man ihn nicht anerkennt(oder erkennt), und deshalb Menschen verhungern lässt, grausam, nicht liebend. Diese Vorstellung ist viel zu menschlich.
Besonders, wenn Betroffene garnicht in der Lage sind, in anzuerkennen. Verhungernde Kinder gibt es wie gesagt überall. Gott will die Fehler der Menschen nicht rückgängig machen, was können aber die angesprochenen Kinder dafür? Kollateralschaden?
Allmächtiger und guter Gott und freier Mensch lassen sich also nicht mit unserer Welt vereinbaren.


Zitat

Im übrigen ist es erwiesen, dass es ohne das rießengroße soziale Engagement im Rahmen der christlichen Missionsarbeit in der 3.Welt noch viel düsterer aussähe.
Das mag sein. Soziales Engagement ist schön und wünschenswert. Die positiven Erfolge sagen aber nichts über Gott oder ähnliches aus.
Höchstens dass die helfenden Christen es wegen ihres Glaubens taten. Aber sagt das wirklich irgendetwas über den Wahrheitsgehalt ihres Glaubens aus? Wohl kaum.

Zitat

Wollte dir halt auch mal nen paar Zeilen schreiben, ohne dich gleich mit Bibelzitaten und frommen Sprüchen zu erschlagen
:thumbup:

mfg Johannes

6

Donnerstag, 9. Juli 2009, 00:03

Hallo Johannes,
Ich möchte dir gerne noch mal später ausführlich antworten.Jetzt aber aus Zeitgründen erst mal nur nen paar kurzen Statements:
Wenn ich mir als Christ das Handeln der Menschen und den Lauf der Dingen anschaue, dann habe ich nicht nur Gott (und seine Allmacht) im Blick, sondern auch das Handeln Satans. Ich möchte da nur mal den Begriff "Erbsünde" einwerfen. Dazu vielleicht an anderer Stelle mehr.
Aber das Problem das ich mit dem Begriff "Satan" bei dir haben werde,ist, dass ich damit bei dir wahrscheinlich genauso gegen eine Wand laufen werde. Dabei kann ich deine Bedenken sehr gut verstehen: Denn selten ist eine "Person" so mystifiziert worden wie er. Du kennst sicherlich das oft benutzte und missbrauchte Zitat: Der größte Trick des Teufels ist es, den Menschen einzureden, daß es ihn gar nicht gibt.
Und gerade solche Mythen und Legendenbildungen verwischen oft biblische Tatsachen und lassen sie am Ende vor den Augen der Mehrheit als Märchen dastehen.
Ich möchte dir mal ein Buch an Herz legen:
Die Tatsache der Auferstehung
Bitte les es dir mal bei Gelegenheit durch. Und falls dir ein Ebook zu stressig ist:Gib es als Hardware auch schon sehr günstig.
Ich weiss, dass es dir ziemlich gegen den Strich geht, wenn man dich mit irgendwelchen geistigen Fremdprodukten (Zitate, Bibelverse und Co) konfontiert. Versteh ich. Denn man sollte schon seine eigene gefestigte Meinung haben.
Aber: Der Link kommt von Herzen und ist wirklich Ernst gemeint.
Noch eine kurze Bemerkung:
Bitte erwarte nicht, dass ich dir jede deiner Fragen beantworten kann. Und wenn ich dass versuchen würde, würde ich wahrscheinlich am Ende Plato und Aristoteles Konkurenz machen :D .Denn dann wirds philosophisch.
Gut.Das solls erst mal gewesen sein.
Meld mich noch mal.
Bis dann.

7

Montag, 5. Oktober 2009, 17:03

Ich hoffe du bist nicht wirklich der Ansicht, dass Menschen von Geburt an eine Schuld in sich tragen, die du auf Adam und Eva zurückführst.
Vielleicht nimmst du die Geschichte aber auch nicht unreflektiert wörtlich auf unddeine Meinung dazu geht tiefer, ich weiß es nicht.
Deine Satan-Auffassung kannst du gerne mal darlegen.

Ich habe noch keine Zeit gefunden das Buch durchzulesen, du kannst aber ein paar für dich und das Thema relevante Stellen zitieren.

Zitat

Ich weiss, dass es dir ziemlich gegen den Strich geht, wenn man dich mit irgendwelchen geistigen Fremdprodukten (Zitate, Bibelverse und Co) konfontiert.
Konfrontation mit geistigen Fremdprodukten sollte in der Regel die eigene Meinung entweder stärken, oder widerlegen(dann kann man sich eine neue Meinung bilden), beides ist gut, also warum sollte mir das gegen den Strich gehen?

mfg Johannes

Spunk

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8

Montag, 5. Oktober 2009, 20:55

Ups ... zwei ähnlich Threads ... da soll mal einer die Übersicht behalten 8)

Aber zum Thema :

Allmacht, gut und frei.

Das "Problem" mit der Allmacht Gottes ist meiner Meinung nach recht leicht aufzulösen. Ich gehe davon aus, das Gott durchaus allmächtig ist, was nichts anderes Bedeutet, als das er dazu in der Lage wäre zu tun und zu lassen was er will.
Im Umkehrschluss bedeutet das dann aber noch lange nicht, das Gott deswegen ein böser Gott wäre weil er das Leid auf der Erde nicht verhindert.
Warum ?
Ein Vergleich. Als Mensch verfüge ich über einen gewissen Handlungsspielraum, der zwar von inneren und äußeren Umständen begrenzt ist - aber immerhin.
Nehmen wir mal meine körperliche Kraft. Ich habe die Macht ( Kraft ) eine Kiste Bier zu kaufen und nach Hause zu tragen. Und wenn mir danach ist, dann tue ich das auch. Meine körperliche Kraft erlaubt es mir auch z.B. mein Kind auf den arm zu nehmen und zu trösten. Die gleiche Kraft erlaubt es mir aber auch ( bzw gibt mir die Möglichkeit ) mein Kind zu schlagen, zu misshandeln, zu missbrauchen, zu töten. Es liegt in meiner Macht.
Aber egal ob ich die Macht dazu hätte oder nicht - ich würde es einfach nicht tun ! Ich könnte es nicht. Wie jetzt, habe ich nun die Macht oder nicht.
Ja klar habe ich sie - ABER meine Macht unterliegt meinem Willen und meinen Entscheidungen.

Jetzt kann man natürlich dagegen halten, das ich ein negativ-Beispiel gebracht habe, und es würde / könnte ja darum gehen das Gott mit seiner Allmacht Gutes und nicht Böses tut. Aber darum geht es mir jetzt erstmal gar nicht, sondern nur um den Aspekt, das "man" nicht alles tut was man kann, das man sich auch selber gewissen Regeln, Werte, Normen und Entscheidungen unterwirft.

Ich gehe davon aus, das Gott auch so seine Regeln hat, das er Entscheidungen getroffen hat, und das er zwar die Resultate hier auf der Erde bedauert, das sie ihm das Herz brechen - aber was für ein Gott wäre er, würde er seine eigenen Regeln brechen.
Ich glaube aber auch, das Gott alles tut was ihm möglich ist - im Rahmen der "Spielregeln" - um das Leben der Menschen, jedes einzelnen Menschen positiv zu verändern. Mir fehlt ehrlich gesagt die Perspektive um die "Spielregeln" zu begreifen, manches kommt aber mit der Zeit, manches verändert sich ( an meiner Perspektive ) und manches bringt mich fast zur Verzweiflung ...

Das stärkste und ultimativste was Gott machen konnte und auch gemacht hat ist durch Jesus passiert. Und das was da passiert ist geht weiter als die meisten Christen und Kirchen glauben und lehren. Es kommt ja gerade dann immer der Begriff Sünde ins Spiel - und er gehört auch dazu. ABER die Vergebung der Sünden war / ist "nur" ein Teil von dem wofür Jesus hier auf der Erde war und wofür er gestorben ist - da ist noch viel mehr.
Und dieses mehr hat gewaltige Kraft. Das NT berichtet immer wieder davon, das Leute entsetzt waren wenn sie mit Jesus und mit der Botschaft von ihm konfrontiert wurden. Davon ist leider nicht mehr viel übrig geblieben ... aber es ist noch da, und es kann wieder wachsen und es kann Leben verändern, Städte verändern, Länder verändern - die Welt verändern. Und das ist das was Gott tun kann und will : die Möglichkeit schaffen, die Kraft geben positiv auff die Welt einzuwirken.

So - jetzt könnt ihr alle eure Steine rausholen :D 8)

Grüße

Kai

9

Montag, 5. Oktober 2009, 23:00

Antwort

ich finde deine gedanken sehr tief und gut, ich sehe es ähnlich...lasst uns aufstehen und beten darum, wo wir als licht wirken können, damit unsere famlie, freunde und vielleicht auch die stadt in der wir leben, merken das ein mensch der sich von gott gebrauchen läßt unmögliches bewirken kann, denn so glaube ich, wenn der herr einen menschen beruft, dann führt er es auch zu einem guten ende und die opfer, die wir für ihn bringen, lässt er nicht unbelohnt, auch wenn es nicht in erster linie um den lohn geht, sondern um die liebe und hingabe zu ihm, weil er uns zuerst geliebt hat....
Wer mich bekennt vor den Menschen, den will ich vor meinem himmlischen Vater bekennen.... 8o

10

Mittwoch, 23. Mai 2012, 15:08

Manche Dinge sind so einfach...

Hallo Zusammen,

die Buchempfehlung ist zweifelohne gut. Aber mal eine Banale Frage: wenn ich wissen will, was sich in "Herr der Ringe" abspielt, dann lese ich doch auch nicht "Harry Potter" - oder? Und wenn ich mir eine Meinung über einen Film bilden will, vertraue ich nicht unbeding dem Urtail der "Kinonews" von McDonalds.

Warum also versuchen so viele Menschen sich eine Meinung von Gott zu bilden und lesen nicht die Bibel? Dieses Buch sagt von sich selber, dass es "Wort Gottes" ist - wo könnte ich also sonst bessere Antworten finden als dort?

Als Tipp zum Lesen der Bibel: die Bibel ist kein Roman, bei dem man am Anfang anfängt, eine Geschichte liest und beim happy End aufhört. Die Bibel ist eine Sammlung von Gotteserfahrungen, in der Tat von Menschen aufgeschrieben. Aber gerade das macht sie so authentisch: denn über Jahrhunderte (jahrtausende?) hinweg entstend hier ein Gottesbild, dass sich keineswegs widersprich sonder wunderbar im ganzen komplettiert.

Als Empfehlung zum Lesen: Startet mit dem Johannesevangelium (neues Testament) - dann ein Paar Briefe von Paulus wie z.B. Römerbrief, Korinther und Epheser. Und erst zum Schluss das Alte Testament.

Aber vorsicht: it's life changing :-)!! :)

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