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11

Donnerstag, 5. November 2009, 14:13

Zitat

Hat wohl keiner beahuptet, und wäre auch nicht haltbar.
Direkt hat das hier noch niemand gesagt, allerdings wird es immer wieder so hingestellt, als wäre das
"christliche Fundament"(was auch immer das genau sein mag) Grundlage für >gutes< Handeln.

Zitat

Die Botschaft von Jesus darauf zu reduzieren, das er gekommen ist um den Menschen zu vergeben und den Zugang zum Himmel zu ermöglichen wird zwar oft vertreten - wird meiner Meinung nach der Sache aber nicht gerecht. Es ist EIN Aspekt des Evangeliums.
Meiner Meinung nach auch nicht, nachdem sich aber jedes zweite Thema darum dreht, ob denn dieses Sünde oder jenes
erlaubt sei, bekomme ich den Eindruck dass das die Meinung vieler Leute her im Forum ist.

Zitat

Ist das denn so ?
Wenn der Mensch von Geburt an mit Sünden beladen ist, die zu schwer sind als dass er sie durch gute Taten
aufwiegen könnte, also nur durch Jesus befreit werden kann, dann sieht es doch für all jene, die vor Jesus gelebt haben ebenso düster aus, wie für jene, die anderen Religionen angehören.

Zitat

Ja - für mich auch nicht.
Also habe ich einen falschen Eindruck von eurem(deinem?) Gottesbild?

Spunk

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12

Donnerstag, 5. November 2009, 18:19

Zitat

Direkt hat das hier noch niemand gesagt, allerdings wird es immer wieder so hingestellt, als wäre das
"christliche Fundament"(was auch immer das genau sein mag) Grundlage für >gutes< Handeln.
Das "christliche Fundament" ( man müsste das mal genauer deffinieren ) wird gutes Handeln automatisch nach sich ziehen - das heißt aber nicht, dass "gutes Handeln" auch anders als "christlich" motiviert / begründet sein kann.

Zitat

Meiner Meinung nach auch nicht, nachdem sich aber jedes zweite Thema darum dreht, ob denn dieses Sünde oder jenes
erlaubt sei, bekomme ich den Eindruck dass das die Meinung vieler Leute her im Forum ist.
Ja - diesen Eindruck gewinnt man hier schnell. Vieleicht ist es auch für einen großen Teil der "Christenheit" typisch - aber hat es wirklich was mit der Grundlage zu tun ?

Zitat

Wenn der Mensch von Geburt an mit Sünden beladen ist, die zu schwer sind als dass er sie durch gute Taten
aufwiegen könnte, also nur durch Jesus befreit werden kann, dann sieht es doch für all jene, die vor Jesus gelebt haben ebenso düster aus, wie für jene, die anderen Religionen angehören.
Viele christliche Antworten machen es sich meiner Meinung nach bei der Frage um "das Gericht" zu einfach / einseitig.
Ich für meinen Teil mag Debatten über das Endgericht nicht sehr, und ich mag es auch nicht, den Leuten mit einer Hölle zu drohen, und ich finde es recht anmaßend wenn Christen meinten SIE wüssten wer jetzt wo hin kommt.
Das zu entscheiden ist ganz einfach nicht mein Job ! Und ich wollte ihn auch nicht haben. Fakt ist allerdings für mich, das der MEnsch nicht ( !!! ) dafür geschaffen worden ist, um später die Ewigkeit getrennt von Gott zu verbringen - die Gegenwart übrigens auch nicht ;-)

Zitat

Also habe ich einen falschen Eindruck von eurem(deinem?) Gottesbild?
Von meinem dann wohl schon - die anderen müssten das für sich beantworten.

Allerdings ist die Frage nach dem Gottesbild eine sehr interesante und auch sehr zentrale ! Wenn man bedenkt, das Gott sagt : "Du sollst DIr kein Bild machen ..."
Aber machen wir uns nicht doch ein Bild von Gott, und geben wir unser Bild nicht auch weiter ?

Grüße

Kai

13

Freitag, 6. November 2009, 22:59

Das "christliche Fundament" ( man müsste das mal genauer deffinieren ) wird gutes Handeln automatisch nach sich ziehen - das heißt aber nicht, dass "gutes Handeln" auch anders als "christlich" motiviert / begründet sein kann.
"nicht anders" meinst du wohl. Diese Einstellung scheinen aber nicht allzuviele deiner "Glaubensgenossen" hier zu teilen.

Zitat

Ja - diesen Eindruck gewinnt man hier schnell. Vieleicht ist es auch für einen großen Teil der "Christenheit" typisch - aber hat es wirklich was mit der Grundlage zu tun ?
Nein, das hat damit nicht wirklich etwas zu tun.
Dass es "für einen großen Teil der Christenheit" typisch ist, kann ich übrigens persönlich nicht bestätigen: Das kenne ich - zum Glück - nur von einer Minderheit, die meisten Theologen(und Religiöse im Allgemeinen) die ich kenne haben einen meiner Meinung nach wesentlich weiter entwickelten Glauben.

Zitat

Viele christliche Antworten machen es sich meiner Meinung nach bei der Frage um "das Gericht" zu einfach / einseitig.
Ich für meinen Teil mag Debatten über das Endgericht nicht sehr, und ich mag es auch nicht, den Leuten mit einer Hölle zu drohen, und ich finde es recht anmaßend wenn Christen meinten SIE wüssten wer jetzt wo hin kommt.
Wie wahr...

Zitat

Allerdings ist die Frage nach dem Gottesbild eine sehr interesante und auch sehr zentrale ! Wenn man bedenkt, das Gott sagt : "Du sollst DIr kein Bild machen ..."
Aber machen wir uns nicht doch ein Bild von Gott, und geben wir unser Bild nicht auch weiter ?
Dass man sich ein Bild von Gott macht, in dem Sinn dass man eine Vorstellung von Gott hat, ist ganz natürlich und auch nicht anders möglich. Problematisch wird es, wenn man anfängt seine Vorstellung für eine absolute Wahrheit zu halten und sie dementsprechend weiterzugeben.

Spunk

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14

Samstag, 7. November 2009, 21:15

Zitat

Dass man sich ein Bild von Gott macht, in dem Sinn dass man eine Vorstellung von Gott hat, ist ganz natürlich und auch nicht anders möglich. Problematisch wird es, wenn man anfängt seine Vorstellung für eine absolute Wahrheit zu halten und sie dementsprechend weiterzugeben.
Nun, ich habe noch ein wenig weiter darüber nachgedacht. Meine Idee ( oder wie man das nennen will ) dazu :

Das Problem liegt in dem Wort "BILD" ( hmmm... schein kein gutes Wort zu sein, weckt negative Assoziationen :D ).
Ein Bild ist auch etwas was entsteht. Man beschäftigt sich mit Gott, lernt ihn kennen und beginnt sein Bild von Gott zu malen. Solange man am malen ist, ist das Ganze auch noch aufregend und interessant und voller leben, es weckt Begeisterung, es macht spaß, es ist aufregend ... vieles kommt in Bewegung, vieles ändert sich bei einem selber ... aber irgentwann ist so ein Bild fertig gemalt. Und dann hängt man es sich an die Wand, es bekommt einen angemessenen Rahmen, einen Ehrenplatz, vieleicht experimentiert man noch mit verschiedenen Beleuchtungsmöglichkeiten, mancher steckt das Bild auch in einen Safe oder es kommt auf den Dachboden... Das Bild von Gott ist fertig, und NICHTS tut sich mehr. Man tut sich dann zusammen mit anderen Malern die eine ähnliche Maltechnik haben, man grenzt sich von anderen Malern ab - schimpft vieleicht sogar über deren "Geschmiere" und wenn es richtig hoch her geht dann versuchen die einen oder anderen auch schon mal Bilder einer bestimmten Kunstrichtung einzkassieren und die Bilder zu verbrennen.

Nun, ich will das jetzt auch nicht überreizen ... das Problem ist auch nicht so sehr die Unterschiedlichkeit der Maltechniken, das Problem ist die FESTLEGUNG. Meiner Meinung nach ist Gott nicht in ein Bild zu pressen weil er etwas lebendiges ist - im Vergleich zum Bild ist Gott wohl eher ein Film oder ein Bildschirmschoner ( ihr verzeiht mir hoffentlich diesen Vergleich ). Da bewegt sich was, da ist Leben drin, da fließt das eine Bild in das andere über.

Und bevor jetzt jemand meint ich würde hier was von Welteinheitsreligion oder ähnlichem schreiben : NEIN !
Es ist auschleißlich der Gott Abrahmas, Isaaks und Jakobs, der "ICH bin der ICH bin", der "Anfang und das Ende" der sich der lebendige Gott nennt und auch so auftritt und seit Jahrtausenden so erlebt wurde.
Und dieser lebendige Gott nennt alle anderen Götter und ähnliches wie ?? Tot nennt er sie ! Tote Götter, toter Gott. Stumm, leblos, starr, taub ...
Die Bibel und die Kirchengeschichte sind der Beweis dafür das man auch aus einem Glaube an den lebendigen Gott eine tote Religion machen kann !
Tot ist ein Glaube dann, wenn er nur aus der Einhaltung von Riten, Traditionen, Liturgien und Regeln geht. "Religion ist das was übrig bleibt, wenn der Geist das Gebäude verlassen hat" Geist steht hier auch für Leben. Wer den Geist aufgibt ist tot - sagt man so.

So - das war es für heute ...

LG

Kai

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