Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: | Life-in-Jesus |. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Samstag, 26. Juni 2004, 13:35

Todesstrafe

Hi Leute !

Im Moment nehmen wir in der Schule in Reli die Todesstrafe
durch. Mich würde sehr interessieren, was eure Meinungen zu
diesem Thema sind und vielleicht könntet ihr auch biblisch fundierte Erläuterungen dazu geben !
Ich war nämlich echt durcheinander, auch mit dem, was die Bibel dazu sagt, und würde mir gerne dazu mehr Klarheit
verschaffen !
Außerdem könnte ich dadurch sicher eine durchaus interessante
Diskussin anregen :D

Danke im Voraus für euren Beiträge,

Steffen

P.S.: Wir haben zu dem Thema auch den Film "Dead Man Walking"
gesehen... wer den kennt, kann ja auch dazu mal was schreiben !

2

Samstag, 26. Juni 2004, 13:38

Hallo Steffen!

Als ich deine Frage las, dachte ich sofort an die Zeitschrift "FOLGE MIR NACH". Und tatsächlich gab es schon einmal die gleiche Frage. Du kannst die Antwort bei Soundwords lesen.

http://www.soundwords.de/artikel.asp?suc…desstrafe&id=90

Ich möchte deshalb auch sonst nichts dazu schreiben, weil ich mich auch noch nicht damit beschäftigt habe.

Ich hoffe die angegebene Quelle kann dir eine Hilfe sein.

Gruß Christian :)
"Übrigens, [...] freuet euch in dem HERRN!"

3

Samstag, 26. Juni 2004, 13:40

Thanks für deine Antwort !
Der Artikel ist ganz gut !
Trotzdem geb ich das Thema noch zur Diskussion frei :-)

4

Samstag, 26. Juni 2004, 13:42

@Steffen

Was für treads sollen auf diesen ausführlichen Bericht noch kommen ?
*grins* Der geht ja über 3 Seiten !

gruß Jan
Psalm 27

5

Samstag, 26. Juni 2004, 13:44

Vielleicht hat jemand ja den Film gesehen, den ich oben
erwähnt hatte...
Auch weiß ich nicht, ob nicht irgendwer eine andere Meinung hat, die man dann diskutieren könnte.
Na egal...

Steffen

6

Samstag, 26. Juni 2004, 13:45

Hi, Steffen!

So, mal vorsichtig probieren, ob der Webmaster mich wieder zugelassen hat. ;)
Mein voriger Beitrag ist ja weg, aber du hast ihn ja noch mitgekriegt. Also, den Film hab ich gesehen, und er ist mir schon sehr unter die Haut gegangen. Aber die Frage erst mal an dich: Hast du Mitleid mit Matthew gehabt? Fandest du ihn ungerecht verurteilt?

Mehr mach ich jetzt mal nicht, erst mal sehen, ob mein Beitrag durch die Zensur geht ... *lach*

Lb. Gruß, Vroni :)

P.S. Joke, meine Offline-Dateien haben irgendwas beim Zugang zum Forum blockiert, ist aber hoffentlich jetzt wieder alles okay.

7

Samstag, 26. Juni 2004, 13:46

Also, ich muss sagen, dass der Film ganz schön heftig war...
Einige aus meiner Klasse, von denen ich das gar nicht erwartet hätte, erzählten hinterher auch, dass ihnen das ganz schön zugesetzt hat.
Vielleicht liegt das auch einfach schon allein an der Problematik des Films, dass es um den Tod und die Todesstrafe geht. Andererseits war der Film an sich ziemlich gut gemacht.

Ich finde, Matthew hat die Strafe schon verdient, da man am Ende deutlich sah, dass er auch jemanden getötet hatte (, und
nicht, wie er immer behauptet hat, unschuldig war).
Ob ich Mitleid mit ihm gehabt habe ? Hmm, weiß ich gar nicht so genau. Ich glaube ich habe eher Mitleid mit den Familien der Opfer und Matthews Familie gehabt.

Was ich auch recht extrem fand, war die letzte Szene, wo die
Hinrichtung stattfand. Matthew hing da echt wie gekreuzigt...
Außerdem der ständige Wechsel zwischen der Hinrichtung und dem
Tatort des Verbrechens, und dann noch dieses Gejaule als Hintergrund"musik"...

@Vroni : Eigentlich wollte ich einfach nur hören, wie andere den Film fanden.

Steffen

8

Samstag, 26. Juni 2004, 13:48

Hi, Steffen!
Okay, also ein Statement zum Film:

Für mich gehört er fast in die Reihe der christlichen Filme. Einige seiner Aussagen:
Kriminelle Delikte werden von der Justiz geahndet. Man erntet, was man gesät hat, in diesem Fall für Mord und Vergewaltigung die Todesstrafe.
Die begleitende Betreuung durch die Nonne (Schwester Helen) enthält auch durchaus klare Zitate aus der Bibel, die mindestens zum Nachdenken des Zuschauers führen müssten, nämlich: „Was wäre, wenn mein Leben beendet werden müsste? Was kommt danach?“

Bei dem ersten Gespräch mit dem katholischen Pater kommt das noch nicht heraus. Er empfiehlt als die Hauptsache, dass der Täter bereit werden muß, „die Sakramente“ zu empfangen, da er ja dem Tod entgegen geht.
Bei dem zweiten Gespräch klingt das ganz anders: „Er muß glauben, und die Erlösung annehmen, die in Jesus Christus ist.“
Das ist für mich ganz klar das Evangelium.
Leider kommt es hinterher nicht klar heraus, dass Matthew es wirklich für sich verstanden hat. Seine Fassade bröckelt, unter der coolen, menschenverachtenden Maske (Nazi, Rassist) kommt ein ängstlicher, verzweifelter Mensch zum Vorschein, der es schafft, endlich den Mord und die Vergewaltigung zu gestehen. Er betet für die Opfer, entschuldigt sich vor seiner Hinrichtung bei den Eltern, aber man hört und erkennt nicht, dass er seine Schuld auch vor Gott bekannt hat. Deshalb fand ich es auch nicht erleichternd, dass ihm die Schwester auf dem Weg zur Todeszelle die bekannten Verse aus der Bibel liest: „Fürchte dich nicht, ich bin bei dir …“
Nur ein wirklich Gläubiger kann die Versprechen für sich in Anspruch nehmen, sonst ist es ohne Berechtigung.

Ich war gespannt, mit welchem Eindruck dieser Film wohl enden würde, denn Gegner und Befürworter bekommen zu gleichen Teilen ja Argumente an die Hand geliefert.

Es ging um den Vater des ermordeten Jungen. Voll Haß, seine Ehe geht kaputt und trotzdem die Bereitschaft, nachzudenken und zuzuhören. Er sucht nach etwas, was er gar nicht klar definieren kann. Obwohl er der Hinrichtung ebenfalls beiwohnt, findet man ihn hinterher als Zuschauer in einer gebührenden Entfernung bei der Beerdigung des Mörders.
Als die Schwester ihn anspricht, erwidert er, überhaupt nicht zu wissen, warum er eigentlich da ist. Er fühle nach wie vor sehr viel Haß und hätte eben nicht ihren Glauben.
Daraufhin schlägt die Schwester vor, sich gegenseitig vielleicht dabei helfen zu können, weil es nicht einfach, sondern ein echtes Stück Arbeit sei.
Er sagt: „Ich weiß es nicht. Ich glaube nicht daran. Ich denke, ich sollte jetzt gehen.“

Es kommt ein Einschub, und dann endet der Film mit einem Kameraschwenk durch das Fenster der kleinen Kapelle in dem Ghetto, in der man den Vater des ermordeten Jungen und die Schwester nebeneinander knien und beten sieht.

Das war für mich ein einfach guter Abschluß. Ich musste daran denken, wie der Einfluß unseres Herrn seine Kinder stark machen kann zur Vergebung, weil er das einfach vorgelebt hat und es auch von uns erwartet.
Am Ende dieses Filmes bleiben viele kaputte Menschen zurück (Familie des Mörders, Eltern der Opfer), aber es endet mit diesem Hoffnungsträger in Gestalt des Vaters.
Ich weiß nicht, ob der Regisseur es so arrangieren wollte, es ist ja ein säkularer Film. Wenn man die Handlung aber aus einer christlichen Sicht betrachtet, muß man es eigentlich so empfinden.

Unter dem Aspekt der neutestamentlichen Gnade fällt es uns sehr schwer, die Todesstrafe als ein legitimes Mittel von Gott für die Justiz anzusehen, doch die Bibel spricht klare Worte darüber. Deshalb habe ich es außerdem als sehr ernst empfunden, dass unser Gott eben nicht nur der Vater ist, der Gnade und Liebe verkörpert, sondern auch der Gott, dessen weitere Eigenschaftenr Heiligkeit und Gerechtigkeit sind.

Lb. Gruß, Vroni

P.S. Weißt du, was ich interessant fand? Du hast von der "jaulenden Hintergrundmusik" oder so ähnlich gesprochen. Dazu kann ich überhaupt nichts sagen! Ich habe mich so auf die Handlung, die Gesichter, die Worte konzentriert, dass ich die Musik gar nicht wahr genommen habe, sonst müßte ich sie beschreiben können. Kann ich aber echt nicht. Also scheint man ja wohl unterschiedlich aufnahmefähig dafür zu sein, oder?

9

Samstag, 26. Juni 2004, 13:49

Ich habe den Film auch gesehen und fand ihn total beeindruckend!Konnte es nicht verhindern das mir hinterher einige tränen herub´nter liefen!Habe mir nie Gedanken darüber gemacht ob dies ein christlicher Film ist oder nicht, weil mir von Anfang an klar war, dass dies ein christlicher Film ist.Ich habe das daran fest gemacht, dass Schwester Helen zum Schluss zu dem Mathew sagt, dass er jetzt ein Kind Gottes sei!Ich fand den Film echt klasse und habe ihn schon oft gesehen und würde ihn mir immer wieder ansehen!!
Ganz lieben Gruß die Ana.

10

Samstag, 26. Juni 2004, 13:51

Hallo zusammen,

ich möchte noch auf einen weiteren Artikel über die Todesstrafe hinweisen, der noch etwas mehr Licht auf diese ganzen Sachverhalt wirft...

http://www.soundwords.de/artikel.asp?id=396

Gruß, Stephan

Thema bewerten