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Sonntag, 26. September 2004, 16:23

Den Himmel zu verpassen ist ganz einfach!

Den Himmel zu verpassen ist ganz einfach!


Den meisten gelingt das mit Leichtigkeit. Um nie etwas von Gott zu merken, muss man nur ein paar ganz simple Regeln beachten. Hier findest du die wichtigsten davon:

1) Schiebe alles auf den Zufall. Wenn du schon mal in deinem Leben unerklärliche Dinge erlebt hast – Bewahrung in gefährlichen Situationen, Rettung in letzter Sekunde, überraschende Hilfe in einer Krise, Führung durch ideale Umstände, merkwürdige Zusammentreffen: alles Zufall. Lass dich ja nicht auf wirre, gefühlsduselige Spekulationen ein! Du willst doch schließlich nicht unter die Wundergläubigen eingereiht werden.

2)
Wenn sich laufend biblische Prophetie erfüllt, z.B. in bezug auf Israel, die Entwicklung im Nahen Osten, Voraussagen auf unsere Zeit, geschichtliche Abläufe – schiebe alles auf den Zufall … Lass dich ja nicht irremachen und zu absurden Schlüssen verführen!

3)
Wenn die Physik lehrt: „Von nichts kommt nichts, weder Energie noch Materie.“ – glaube trotzdem fest an eine Ausnahme: den Urknall und die Entstehung des Lebens. Das kam einfach so … Höre nur auf Leute, die der absolut sicheren Meinung sind, dass es keinen Gott gibt – z.B. Atheisten und hochgebildete Professoren. Lass dir darüber einfach eine schriftliche Garantieerklärung geben, dann bist du sicher.

4)
Denke immer daran, dass angeblich nur Kinder und Schwachsinnige an Gott glauben – also Menschen, die es nicht besser wissen. Wenn ab und zu mal einige andere Typen – Ärzte Wissenschaftler, Ingenieure – dabei sind, weißt du ja, was du von denen zu halten hast.

5)
Verlass dich ganz auf deine Meinung. Damit hast du einen sicheren, absolut untrüglichen Maßstab an der Hand, auf dem du in aller Ruhe dein Leben aufbauen kannst. Logische Erkenntnisse sind schon oft genug wie eine Seifenblase zerplatzt.

6)
Gib dich stets mit dem zufrieden, was andere sagen, gerade auch, was die Bibel angeht! Im Strom mitschwimmen ist einfach und leicht. Warum solltest du selber nachlesen, was Jesus über die Situation des Menschen, den Sinn des Lebens und die Zukunft der Welt gesagt hat? Du willst doch nicht etwa als misstrauisch gelten?

7)
Stelle dich auf jeden Fall auf den Standpunkt, dass es nach dem Tod schon noch früh genug ist, um zu merken, ob an der Sache mit Gott, Satan, Himmel und Hölle was dran ist. Wenn die Bibel sagt, dass man vorher bestimmte Dinge regeln soll, weißt du ja – Papier ist geduldig …

8)
Lass dich auf keinen Fall davon beeindrucken, dass es immer noch Mord, Totschlag, Betrug und Egoismus gibt, obwohl der Mensch ja „im Kern gut“ ist. Halte fest daran, dass so etwas wie Sünde, Schuld, Unrecht nur relativ ist und keinerlei Bedeutung für später hat …

9)
Wenn du in einer unübersichtlichen Situation versehentlich doch mal gebetet hast, bleib gelassen, wenn tatsächlich was passiert. Es sollte dir keine Schwierigkeiten bereiten, alles völlig natürlich zu erklären.

10)
Halte unbedingt daran fest, dass Gott ein unberechenbarer Rachegott ist. All dieses läppische Gerede in der Bibel von einem himmlischen Vater, der uns liebt und an uns interessiert ist und nur das Beste für uns will, ist reine Menschenverdummung. Behalte den Überblick, lass dich von so etwas ja nicht einwickeln.

11)
Lass dich bloß nicht davon beeindrucken, wenn Leute erzählen, sie hätten Gott in irgendeiner Weise erlebt. Heilung durch Gebet, Befreiung von Drogen oder Alkohol, Schutz, Versorgung usw. Oder erst diese rührselige Geschichte von einem verwandelten neuen Leben mit Frieden, Freude, Gewissheit über Gott (haha!) und einer total neuen Sicht usw. Es wird viel erzählt, wenn der Tag lang ist …

12)
Falls du doch mal in einem schwachen Augenblick einen Gedanken an Gott verschwendest, setze auf jeden Fall Gott mit „Kirche“ gleich. Was in der Kirche alles falsch läuft, ist dir ja bekannt. Richte deine Gedanken kurz auf diese Dinge, dann geht der Anfall vorüber und du bist wieder fit.

13)
Wenn du unbedingt doch etwas „Höheres“ brauchst, dann halte dich an New Age und Reinkarnation und Gott als „kosmische Energie“. Da rückt dir nämlich garantiert keiner auf die Pelle mit Sachen wie Konsequenzen, Gericht, Himmel oder Hölle. Da geht es nur um harmlose „Erleuchtung“. Auch vor Jesus, Umkehr und Vergebung bist du da sicher. Denke immer daran: Was du nicht weißt oder glaubst, hat logischerweise auch keine Gültigkeit für dich!

14) Hoffe und Glaube nun ganz fest, dass dein Bild von Gott der Wahrheit über Ihn entspricht!

15)
Schließe bitte dazu die Augen ganz fest und rede es dir nur lange genug ein.

Quelle:www.himmelverpasser.de

gruß, Dafresl

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dafresl« (26. September 2004, 16:23)


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Donnerstag, 2. Juni 2005, 20:40

Wie findet ihr's ?

4

Sonntag, 5. April 2009, 18:45

RE: Den Himmel zu verpassen ist ganz einfach!

Den Himmel zu verpassen ist ganz einfach!


Den meisten gelingt das mit Leichtigkeit. Um nie etwas von Gott zu merken, muss man nur ein paar ganz simple Regeln beachten. Hier findest du die wichtigsten davon:

1) Schiebe alles auf den Zufall. Wenn du schon mal in deinem Leben unerklärliche Dinge erlebt hast – Bewahrung in gefährlichen Situationen, Rettung in letzter Sekunde, überraschende Hilfe in einer Krise, Führung durch ideale Umstände, merkwürdige Zusammentreffen: alles Zufall. Lass dich ja nicht auf wirre, gefühlsduselige Spekulationen ein! Du willst doch schließlich nicht unter die Wundergläubigen eingereiht werden.

Du könntest ein paar konkretere Beispiele nennen, falls du aber wirklich nur sowas meinst wie "gerade, als ich an Peter gedacht hab, klingelt das telefon und er ist dran", dann muss man nicht viel von Wahrscheinlichkeitsrechnung verstehen um zu wissen, wie häufig sowas vorkommen kann - zufällig. Aber wenn es kein Zufall ist, was ist es denn dann? Gottes Wille? Wenn ja, warum, ist diese Annahme nicht sehr überheblich?


3)
Wenn die Physik lehrt: „Von nichts kommt nichts, weder Energie noch Materie.“ – glaube trotzdem fest an eine Ausnahme: den Urknall und die Entstehung des Lebens. Das kam einfach so … Höre nur auf Leute, die der absolut sicheren Meinung sind, dass es keinen Gott gibt – z.B. Atheisten und hochgebildete Professoren. Lass dir darüber einfach eine schriftliche Garantieerklärung geben, dann bist du sicher.

Warum ist Gott die einzige Ausnahme der Regel "von nichts kommt nichts"? Warum gibt es nicht eine "sich selbst begründende Erstursache", oder einen "unbewegten Beweger", den man von mir aus "Gott" nennen kann, der aber keinen weiteren Einfluss hat, außer den "Anstoß zu geben"?

4)
Denke immer daran, dass angeblich nur Kinder und Schwachsinnige an Gott glauben – also Menschen, die es nicht besser wissen. Wenn ab und zu mal einige andere Typen – Ärzte Wissenschaftler, Ingenieure – dabei sind, weißt du ja, was du von denen zu halten hast.
Es gibt gebildete Christen, Atheisten, Muslime, Juden, sogar Nazis, das ist kein Argument

5)
Verlass dich ganz auf deine Meinung. Damit hast du einen sicheren, absolut untrüglichen Maßstab an der Hand, auf dem du in aller Ruhe dein Leben aufbauen kannst. Logische Erkenntnisse sind schon oft genug wie eine Seifenblase zerplatzt.
Dass aktiv Mitläufertum propagiert und Selbst-denken verteufelt wird ist mir ehrlich gesagt neu, kann es im Sinne eines Schöpfers sein, dass deine Geschöpfe den Verstand, den er ihnen gab, nicht benutzen?
Die absolute Wahrheit hat niemand.

6)
Gib dich stets mit dem zufrieden, was andere sagen, gerade auch, was die Bibel angeht! Im Strom mitschwimmen ist einfach und leicht. Warum solltest du selber nachlesen, was Jesus über die Situation des Menschen, den Sinn des Lebens und die Zukunft der Welt gesagt hat? Du willst doch nicht etwa als misstrauisch gelten?
Beißt sich ein bisschen mit Punkt 5. Warum stets mit dem Zufrieden geben, was die Propheten oder Evangelisten geschrieben haben? Warum glauben, nur weil andere in der Gemeinde glauben, nur weil es vor vielen jahren aufgeschrieben wurde, du willst doch nicht etwa als misstrauisch gelten?
8)
Lass dich auf keinen Fall davon beeindrucken, dass es immer noch Mord, Totschlag, Betrug und Egoismus gibt, obwohl der Mensch ja „im Kern gut“ ist. Halte fest daran, dass so etwas wie Sünde, Schuld, Unrecht nur relativ ist und keinerlei Bedeutung für später hat …
Wer sagt, dass der Mensch "im Kern gut ist"? Eher die, die sagen, der Mensch sei ein Abbild Gottes, oder täusche ich mich?
Du stehst übrigens gerade auf dem Fels des Atheismus, wie erklärst du dir denn "Mord, Totschlag, Betrug und Egoismus" in Anwesenheit eines allmächtigen Gottes? Satan? So einfach kann man es sich nicht machen


9)
Wenn du in einer unübersichtlichen Situation versehentlich doch mal gebetet hast, bleib gelassen, wenn tatsächlich was passiert. Es sollte dir keine Schwierigkeiten bereiten, alles völlig natürlich zu erklären.
Und wenn ich Gebetet habe und nichts passiert, was in den meisten Fällen der Fall ist? Habe ich nicht genug gebetet, oder waren meine Gedanken nicht rein? Oder hilf Gott nur manchmal, wo ist dann der Unterschied zum Zufall?

10)
Halte unbedingt daran fest, dass Gott ein unberechenbarer Rachegott ist. All dieses läppische Gerede in der Bibel von einem himmlischen Vater, der uns liebt und an uns interessiert ist und nur das Beste für uns will, ist reine Menschenverdummung. Behalte den Überblick, lass dich von so etwas ja nicht einwickeln.
Wenn Gott ein himmlischer Vater ist, der uns liebt, warum hat das Thema dann den Titel "Den Himmel zu verpassen ist ganz einfach"?
Gott vergibt, außer wenn man ihn leugnet? Das ist nicht sehr konsequent

11)
Lass dich bloß nicht davon beeindrucken, wenn Leute erzählen, sie hätten Gott in irgendeiner Weise erlebt. Heilung durch Gebet, Befreiung von Drogen oder Alkohol, Schutz, Versorgung usw. Oder erst diese rührselige Geschichte von einem verwandelten neuen Leben mit Frieden, Freude, Gewissheit über Gott (haha!) und einer total neuen Sicht usw. Es wird viel erzählt, wenn der Tag lang ist …
Woher merkst du, dass du durch Gebet, nicht durch Medizin oder deinen Körper, der sich selbst regeneriert, geheilt wirst?
Warum ist es nicht meine eigene Willenskraft, sondern die meiner Gebete, wenn ich eine Sucht überwinde? Was ist mit dene, es nicht schaffen trotz Gebete? Nicht genug gebetet, oder einfach Pech gehabt?

12)
Falls du doch mal in einem schwachen Augenblick einen Gedanken an Gott verschwendest, setze auf jeden Fall Gott mit „Kirche“ gleich. Was in der Kirche alles falsch läuft, ist dir ja bekannt. Richte deine Gedanken kurz auf diese Dinge, dann geht der Anfall vorüber und du bist wieder fit.
Da stimme ich dir zu

13)
Wenn du unbedingt doch etwas „Höheres“ brauchst, dann halte dich an New Age und Reinkarnation und Gott als „kosmische Energie“. Da rückt dir nämlich garantiert keiner auf die Pelle mit Sachen wie Konsequenzen, Gericht, Himmel oder Hölle. Da geht es nur um harmlose „Erleuchtung“. Auch vor Jesus, Umkehr und Vergebung bist du da sicher. Denke immer daran: Was du nicht weißt oder glaubst, hat logischerweise auch keine Gültigkeit für dich!
im prinzip stimme ich dir hier auch zu

14) Hoffe und Glaube nun ganz fest, dass dein Bild von Gott der Wahrheit über Ihn entspricht!
Machst du das denn nicht auch? Oder ist dein Glauben so stark, dass du schon Gewissheit hast? Das würde aber der Definition von "Glauben" widersprechen.Oder weißt du, dass du richtig liegst, weil du die absolute Wahrheit in der Bibel findest? Wie selbst in der Foren-Netiquette steht, hast auch du nicht die Weisheit für dich gepachtet.

15)
Schließe bitte dazu die Augen ganz fest und rede es dir nur lange genug ein.
Kann ich so zurückgeben.

Quelle:www.himmelverpasser.de

gruß, Dafresl
Ich hoffe es fühlt sich niemand beleidigt, ich gehe davon aus, bzw. hoffe, dass konträre Meinungen nicht unerwünscht sind.

5

Mittwoch, 8. April 2009, 12:07

Hallo Johannes!

ich füle mich zwar nicht angegriffen, aber es schockiert mich immer wieder wenn ich solche Äußerungen höre. Es tut mir jedes mal Weh, da ich das Bild des gekreuzigten Jesus vor mir habe, und diese Tat, so scheint es, für viele Vergeblich war.

Darf ich dich mal etwas fragen?

Hast du schon einmal versucht Gott "kennen zu lernen"? Oder willst du es gar nicht?

Ich hoffe, dass ich dich damit auch nicht beleidigt habe, aber ich würde mich freuen, wenn du dir nocheinmal Gedanken darüber machen würdest.

Liebe Grüße

6

Mittwoch, 8. April 2009, 13:05

hallo Prinzessin
es wär mir lieber wenn du, anstatt schockiert zu sein, konkret auf meinen Beitrag eingehen würdest, durch Dogmas kommst du nicht weit.
Ob ich schon versucht habe, Gott kennen zu lernen? Soll ich mein Herz öffnen und beten? Wie merk ich, dass mich jemand erhört und ich mir das nicht nur einbilde, oder "weiß ich das dann einfach"?

Zitat

Oder willst du es gar nicht?
Nichts lieber als das, denn das hieße, es gibt Gott, ein Leben nach dem Tod usw., aber das kann man sich nicht aussuchen, warum sollte ich etwas glauben, nur weil es angenehmer und schöner erscheint, das macht es nicht wahr.
Wäre mir recht, wenn man sich unterhalten kann, ohne gleich als verlorenes Schäfchen wieder eingefangen zu werden. :thumbup:
mfg =)

7

Donnerstag, 9. April 2009, 21:23

Ok, dann versuche ich mal auf einige Details aus deinem Beitrag einzugehen:

Zitat

Und wenn ich Gebetet habe und nichts passiert, was in den meisten Fällen der Fall ist? Habe ich nicht genug gebetet, oder waren meine Gedanken nicht rein? Oder hilf Gott nur manchmal, wo ist dann der Unterschied zum Zufall?

Nach einem Gebet passiert immer was. Ich bringe dies meiner Kinderstundengruppe immer so bei. Wenn Gott antwortet gibt er verschiedene Signale. ... wie bei einer Ampel. Grüne heißt "JA", Rot "NEIN"und Gelb "Du must noch ein wenig Geduld haben".
Hier mal eine Erfahrung von mir: Ich habe letzten Sommer Gott um eine Arbeitsstelle gebeten, da ich mit meiner Ausbildung fertig war. Von 20 Bewerbungen hatte ich nur 2 Vorstellungsgespräche und da habe ich auch eine Absage bekommen. ... und das alles trotz guter Zeugnisse. Gott hat einfach mit einem "NEIN" geantwortet, weil er etwas besseres für mich bereithielt. (ich mache gerade noch ein Jahr Schule und habe gute Aussichten auf ein Praxisorientiertes Studium)




Zitat

Woher merkst du, dass du durch Gebet, nicht durch Medizin oder deinen Körper, der sich selbst regeneriert, geheilt wirst?
Warum ist es nicht meine eigene Willenskraft, sondern die meiner Gebete, wenn ich eine Sucht überwinde? Was ist mit dene, es nicht schaffen trotz Gebete? Nicht genug gebetet, oder einfach Pech gehabt?



Ich habe noch niemanden getroffen, der aus eigener Willenskraft von einer Sucht loskam. Kennst du jemanden?
Was mit denen ist, die trotz Gebete es nicht schaffen? Dazu möchte ich dich auf meine oben beschriebene Erfahrung verweisen. Wir verstehen Gottes Wege oft nicht. Aber das beste ist, wir dürfen darauf vertrauen, dass er uns richtig führen wird.



Zitat

Wer sagt, dass der Mensch "im Kern gut ist"? Eher die, die sagen, der Mensch sei ein Abbild Gottes, oder täusche ich mich?

Kein Mensch ist von Geburt aus gut. Wenn wir geboren werden haben wir die "Erbsünde" schon in uns und sind deshalb unrein. Aber diese Reinheit (welche Adam vor dem Sündenfall hatte) dürfen wir durch Jesu Tod erreichen.


Noch ne Antwort zu deinem letzten Beitrag:



Zitat

Soll ich mein Herz öffnen und beten? Wie merk ich, dass mich jemand erhört und ich mir das nicht nur einbilde, oder "weiß ich das dann einfach"?




Wenn Gott antwortet, dann bekommst du eine tiefe Freudigkeit und Frieden in dir. Das ist ein Gefühl, welches die Welt in keiner Weise bieten kann!



Ich hoffe du kannst mir meinen Antworten jetz eher was anfangen :tongue:

Grüßle

8

Freitag, 10. April 2009, 16:02

Ok, dann versuche ich mal auf einige Details aus deinem Beitrag einzugehen:
Nach einem Gebet passiert immer was. Ich bringe dies meiner Kinderstundengruppe immer so bei. Wenn Gott antwortet gibt er verschiedene Signale. ... wie bei einer Ampel. Grüne heißt "JA", Rot "NEIN"und Gelb "Du must noch ein wenig Geduld haben".
Hier mal eine Erfahrung von mir: Ich habe letzten Sommer Gott um eine Arbeitsstelle gebeten, da ich mit meiner Ausbildung fertig war. Von 20 Bewerbungen hatte ich nur 2 Vorstellungsgespräche und da habe ich auch eine Absage bekommen. ... und das alles trotz guter Zeugnisse. Gott hat einfach mit einem "NEIN" geantwortet, weil er etwas besseres für mich bereithielt. (ich mache gerade noch ein Jahr Schule und habe gute Aussichten auf ein Praxisorientiertes Studium)
Danke =)
Na gut, wenn du alle möglichen Folgen auf ein Gebet als Reaktion Gottes auffasst, beweist du mit jedem Gebet seine Existenz, aber genauso gut könnte ich derjenige sein der dir grünes, rotes oder gelbes Licht gibt, beweis mir mal das Gegenteil ;)
Soll heißen, die Tatsache dass >irgendetwas< auf dein Gebet folgt beweist garnichts, denn irgendetwas passiert immer.
Ist anzunehmen, Gott interessiere sich für so etwas banales wie deine Arbeitsstelle, nicht eher sehr vermessen?
Ich hab das Gefühl, das ist eher der hilflose Versuch auf Dinge einzuwirken auf die man keinen Einfluss hat.
Erinnert mich an ein Experiment von dem ich mal gelesen hab, eine Maus(oder Laborratte?) wurde in einen Käfig gesperrt, in einer Ecke wurde in zufälligen Zeitabständen Futter gegeben. Die Maus(oder Ratte) führt nach kurzer Zeit lustige Pirouetten aus, weil sie glaubt, dadurch die Futterzufuhr zu beeinflussen, ist ja auch logisch, wenn sie sich lang genug dreht kommt ja auch Futter, und wenns mal länger dauert...kann ja nicht immer sofort
klappen.

Zitat

Ich habe noch niemanden getroffen, der aus eigener Willenskraft von einer Sucht loskam. Kennst du jemanden?
Wenn du davon ausgehst, dass Gott dir dabei hilft, ist es selbstverständlich dass niemand von allein von der Sucht loskommt.
Ich muss mir nicht mal ein Beispiel ausdenken, ich hab sogar eines in der Familie, mein Opa hatte damals lange, über 60 Jahre, sehr viel geraucht und dann mit 80 aufgehört, ohne Rückfall und ich kann mich nicht daran erinnern dass er erzählt hat, dafür gebetet zu haben.
Vlt. hat Gott ihm aber trotzdem geholfen ;-)



Zitat

Kein Mensch ist von Geburt aus gut. Wenn wir geboren werden haben wir die "Erbsünde" schon in uns und sind deshalb unrein. Aber diese Reinheit (welche Adam vor dem Sündenfall hatte) dürfen wir durch Jesu Tod erreichen.
Die Vorstellung, der Mensch ist von Geburt auf mit einer Sünde behaftet spricht mir nicht so zu, so wenig wie die Aussage, die Deutschen heute hätten immer noch Schuld am Holocaust, auch wenn sie damals noch nicht mal geboren waren.

Zitat

welche Adam vor dem Sündenfall hatte

nimmst du die Bibel wörtlich? Metaphorisch - wie sie meiner Meinung nach gedacht ist - spricht sie mir eher zu, mich würde deine(eure) Meinung dazu aber interessieren, vor allem in Bezug auf das Alte Testament.

Zitat


Wenn Gott antwortet, dann bekommst du eine tiefe Freudigkeit und Frieden in dir. Das ist ein Gefühl, welches die Welt in keiner Weise bieten kann!
Das bekomme ich auch wenn ich jahrelang meditiere, leidenschaftlich musiziere oder Drogen nehme.
So ein Gefühl ist nichts übernatürliches, chemisch lässt sich sowas nachvollziehen und greifbar machen und künstlich induzieren.
Das ist was anderes? woher weißt du das, kennst du den Vergleich, bist du dabei ehrlich?

schönen Karfreitag

9

Samstag, 11. April 2009, 11:29


Zitat


Soll heißen, die Tatsache dass >irgendetwas< auf dein Gebet folgt beweist garnichts, denn irgendetwas passiert immer.

Du redest ständig vom „beweisen“. Gott lässt sich aber nicht beweisen.

Mit unseren 5 Sinne können wir die Existenz Gottes nicht begreifen. Nur durch den Glauben (welcher auch als 6. Sinn genannt wird) können wir ihn „erkennen.



Zitat

Ist anzunehmen, Gott interessiere sich für so etwas banales wie deine Arbeitsstelle, nicht eher sehr vermessen?


Nein überhaupt nicht. Sein Wort sagt doch selbst zu uns: „Alle eure Sorgen werfet auch ihn, denn er sorgt für euch.“ (1. Petr. 5,7)

Das ist doch gerade das wunderbare an unserem Glauben, dass wir in jeder Sache welche uns gerade bedrückt (ob groß oder klein) zu Gott kommen können, wie ein Kind zu seinem Vater kommt.

... außerdem ist für mich eine Arbeitsstelle eine sehr große Sache wenn man zur Zeit die Wirtschaftslage betrachtet.



Zitat

Ich hab das Gefühl, das ist eher der hilflose Versuch auf Dinge einzuwirken auf die man keinen Einfluss hat.


Du nennst es einen „hilflosen Versuch“, ich nenn es „Vertrauen“.

Zu deinem erwähnten Experiment mit den Mäusen:
Du sagtest, dass nach „zufälligen Zeitabstände“ der Maus Futter gegeben wurde. Nach außen wirken meine Gebetserhörungen oder auch „Nichterhörungen“ vielleicht als Zufälle. Aber ist das vielleicht nicht eine Sache, welche man selbst ausprobieren müsste um darüber urteilen zu können ob das nun ein Zufall war oder nicht?






Zitat

Die Vorstellung, der Mensch ist von Geburt auf mit einer Sünde behaftet spricht mir nicht so zu, so wenig wie die Aussage, die Deutschen heute hätten immer noch Schuld am Holocaust, auch wenn sie damals noch nicht mal geboren waren.


Du sagst, dass es dir nicht zusprechen würde. Dies ist aber auch das Problem. Die Bibel mit ihrer Botschaft passt den heutigen aufgeklärten Menschen einfach nicht.

Aber die Bibel sagt das nun mal, dass jeder Mensch schon von Geburt an sündig ist.

Hier ein paar Bibelstellen:

Der Mensch, vom Weibe geboren, lebt kurze Zeit und ist voll Unruhe, geht auf wie eine Blume und fällt ab, flieht wie ein Schatten und bleibt nicht. Und du tust deine Augen über einen solchen auf, dass du mich vor dir ins Gericht ziehest. Kann wohl ein Reiner kommen von den Unreinen? Auch nicht einer.
(Hiob 14,1-4)

Was ist ein Mensch, dass er sollte rein sein, und dass er sollte gerecht sein, der von einem Weibe geboren ist? (Hiob 14,14)

Und wie kann ein Mensch gerecht vor Gott sein? und wie kann rein sein eines Weibes Kind? (Hiob 25,4)

Siehe, ich bin in sündlichem Wesen geboren, und meine Mutter hat mich in Sünden empfangen. (Psalm 51,7)

Unter welchen auch wir alle weiland unsern Wandel gehabt haben in den Lüsten unsers Fleisches und taten den Willen des Fleisches und der Vernunft und waren auch Kinder des Zorns von Natur, gleichwie auch die andern.
(Epeser 2,3)






Zitat

nimmst du die Bibel wörtlich?


Die Bibel, vor allem im Alten Testament muss wörtlich genommen werden. Wenn wir sie nicht wörtlich nehmen würden, würde unser christlicher Glaube zusammenfallen.

Nehmen wir z.B. noch einmal das Ereignis im Garten Eden. Die Bibel berichtet z.B. das Adam u. Eva vor dem Sündenfall einen direkten Kontakt zu Gott hatten. Nach dem Sündenfall wurde dieser Kontakt zerstört.

Vielleicht ist dir bekannt, dass das Volk Israel dann immer für ihre Sünden opfern mussten um sie zu „bereinigen“, aber die vollkommene Reinheit wie Adam sie besaß, konnten sie nicht erreichen.

Jedes Jahr musst dann auch der Hohepriester in das „Allerheiligste“ im Tempel für seine und des Volkes Sünden opfern.

Als Jesus starb, um die Verbindung zwischen Gott und Menschen wieder herzustellen, passierte etwas besonderes im Tempel. Der Vorhang, welchen das „Allerheiligste von dem „Heiligen“ trenne, zerriss entzwei. Nun dar nicht nur der Hohenpriester in das „Allerheiligste“, das heißt direkt zu Gott zu kommen, sondern jeder Mensch. Ausnahmslos!

So gibt es viele Dinge des Alten Testaments, die man wörtlich nehmen muss um den Zusammenhang mit dem Neuen Testament zu verstehen.



Zitat

Das bekomme ich auch wenn ich jahrelang meditiere, leidenschaftlich musiziere oder Drogen nehme.
So ein Gefühl ist nichts übernatürliches, chemisch lässt sich sowas nachvollziehen und greifbar machen und künstlich induzieren.
Das ist was anderes? woher weißt du das, kennst du den Vergleich, bist du dabei ehrlich?

Das stimmt vielleicht. Du kannst diesen Frieden und Freudigkeit „künstlich induzieren“. Daraus können wir aber auch sehen, dass sich die Menschen nach einem Frieden und einer tiefen Freudigkeit sehnen und alle mögliche Mittel ausprobieren um diesen Zustand zu erreichen.
Einen Vergleich kann ich nicht ziehen, da ich weder meditiere noch irgendeinen Rausch erlebt habe. Was ich aber ganz sicher sagen kann, dieser „künstlich induzierter“ Friede hält nur so lange während des Rausches, der Meditation (entnehme ich aus Erfahrungsberichten) an. Den Frieden und die Freudigkeit welche ich spüre ist dauernd anhaltend.

10

Samstag, 11. April 2009, 15:34

Du redest ständig vom „beweisen“. Gott lässt sich aber nicht beweisen.
Mit unseren 5 Sinne können wir die Existenz Gottes nicht begreifen. Nur durch den Glauben (welcher auch als 6. Sinn genannt wird) können wir ihn „erkennen.
"Gott lässt sich nicht beweisen" das ist das typische Todschlagargument, es stimmt er lässt sich weder beweisen noch widerlegen, aber trotzdem brauchst du doch einen Grund oder Anhaltspunkt. Das von dir angeführte Beispiel ist meiner Meinung nach aber keiner, denn wie gesagt irgendetwas passiert immer.

Zitat

Das ist doch gerade das wunderbare an unserem Glauben, dass wir in jeder Sache welche uns gerade bedrückt (ob groß oder klein) zu Gott kommen können, wie ein Kind zu seinem Vater kommt.
Was ist mit Menschen denen es richtig dreckig geht, ich habe auch Christen in Afrika gesehen, die kaum genug Wasser zum leben hatten, können die nicht zu ihrem Vater kommen und um Hilfe bitten?
Du hast das Bild eines liebenden Gottes, das finde ich schön, das heißt du wirst keine Erklärung wie "Naturkatastrophen sind die Strafe Gottes für Sünder" liefern.

Zitat

Aber ist das vielleicht nicht eine Sache, welche man selbst ausprobieren müsste um darüber urteilen zu können ob das nun ein Zufall war oder nicht?
Die Maus denkt auch, es ist kein Zufall.
Woher erkennst du den Unterschied?

Zitat

Die Bibel mit ihrer Botschaft passt den heutigen aufgeklärten Menschen einfach nicht.
Das mag sein, aber das ist auch der Punkt, ein Schriftwerk spiegelt ja meistens die gesellschaftlichen Umstände wider, auch die Bibel, die immer noch von Menschenhand aufgeschrieben und zusammengestellt ist, und diese Umstände haben sich geändert. Was vor 2000-3000 Jahren aktuell war, ist es heute möglicherweise nicht mehr.

Zitat

Die Bibel, vor allem im Alten Testament muss wörtlich genommen werden. Wenn wir sie nicht wörtlich nehmen würden, würde unser christlicher Glaube zusammenfallen.
Gut, meiner Ansicht nach ist die Bibel symbolisch verfasst, wie kannst du sie aber wörtlich verstehen ohne dauernd über Widersprüche zu stoplern?
Du hast die Schöpfungsgeschichte angeführt, davon gibt es bekanntlich nicht eine sondern zwei in der Bibel. Die eine Spielt im Garten Eden, Gott ist anthropomorph, fürsorglich und tritt in direkten Kontakt mit dem Menschen.
Das ist die, die meistens genannt wird, ich denke weil dabei das Augenmerk auf dem Menschen liegt, da fühlt man sich selbst wichtiger.
Die andere schildert die Erschaffung der Erde, das Gottesbild ist aber anders - m.M.n. fortschrittlicher - Gott ist transzendent, "unnahrbar", der Mensch bekommt nur ein Paar Sätze, das passiert eher nebenbei am Schluss.
Wenn man die Entstehung aus historischer Sicht betrachtet ergibt der Unterschied Sinn, wenn man es symbolisch sieht ergänzen sie sich wunderbar, nur wörtlich verstanden passt es garnicht.

Was machst du mit den Passagen, in denen Gott im AT zur Gewalt aufruft, gegen Frauen und Kinder usw.? Oder Passagen in denen Frauen als wertlose Objekte gehandhabt werden, die Passagen sind auch metaphorisch eher fragwürdig. Wenn du alles wörtlich nimmst, kannst du die nicht einfach streichen, oder geht das wie beim Gesetz? Bundesrecht bricht Landesrecht, NT bricht AT? Wenn ja nimmst du das AT aber nicht mehr beim Wort oder hälst dich zumindest nicht daran.

Zitat

Was ich aber ganz sicher sagen kann, dieser „künstlich induzierter“ Friede hält nur so lange während des Rausches, der Meditation (entnehme ich aus Erfahrungsberichten) an. Den Frieden und die Freudigkeit welche ich spüre ist dauernd anhaltend.
Auch ein anhaltender Rausch ist ein Rausch, und Opium des Volkes ist immer noch Opium, soll ja auch Menschen geben, die auf einem Trip "hängen geblieben" sind.

Mfg

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