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july

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Donnerstag, 10. April 2008, 11:21

Umgang mit Menschen, die Magie und Hexerei

Hallo,
ich habe da mal eine Frage:
Unsere Nachbarin hat in der letzten Zeit viel mit Magie und Hexerei zu tun.
Kürzlich kam sie zu meiner Oma (die eine entschiedene Christin ist) und klingelte an der Tür, wollte ihr ein Geschenk zum Geburtstag bringen. Meine Oma lehnte dies ab und meinte, dass sie von ihr nichts annehmen will.
Auf meine Frage, warum sie so reagierte, antwortete sie, dass sie nichts mit den "dämonischen Sachen" zu tun haben will. Und dass sie durch die Annahme evtl. "böse Geister" in Hause einlassen könnte...
Ich bin der Meinung, dass es uns, Kindern Gottes, nichts passieren kann, oder? Konnte ihr leider keine "handfeste" Argumente darüber bringen.
Könnt ihr mir vielleicht da weiterhelfen? Welche Bibelstellen kann ich da aufführen.
Und wie sollen wir, als Christen, damit überhaupt umgehen?
Gibt es auch so etwas, dass ein Wiedergeborener, der ja ein Kind Gottes ist in Berührung mit den Dämonen kommen kann?
Danke im Voraus für eure Antworten.
July

2

Freitag, 11. April 2008, 00:00

RE: Umgang mit Menschen, die Magie und Hexerei

Hallo july,
herzlich Willkommen im Forum!:]

Mein erster Gedanke war: „Hut ab“ vor deiner entschiedenen Oma, im Ernst.  Die ältere Generation ist meist sehr höflich und bedankt sich für Geschenke. Deshalb finde ich es stark, dass sie sich durch ihre Verweigerung so entschieden von den Praktiken der Nachbarin distanziert hat. Ich nehme an, dass schon einmal ein Gespräch mit ihr war, sonst wüsstet ihr ja sicher nicht von ihrem Hexenkult/Magie. Deine Oma hat es bei der beabsichtigten Geschenkübergabe vielleicht auch noch einmal deutlich als Grund gesagt?
Ich weiß nicht, was das für ein Geschenk war. Blumen wären neutral, aber vielleicht war es auch ein Anleitungsbuch o.ä. über Magie? Das wäre schon sehr übel und hätte in einem christlichen Haushalt nichts verloren. Damit würde man dämonischen Mächten auch tatsächlich eine Möglichkeit geben, den Besitzer zu versuchen und zu beunruhigen.  Unser Kampf ist eben nicht gegen Fleisch und Blut,  „sondern gegen die Fürstentümer, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Örtern.“ Epheser 6,12

Ich zitiere hier mal aus einer HP, in der angehende „Junghexen“ an ihrem magischen Hexenmeister Fragen stellen.  

Zitat

Frage:  Kann ich an den christlichen Gott glauben bzw. Christ und trotzdem Hexe sein?

Antwort:  Ganz ehrlich? NEIN! Im christlichen Glaubensweg ist kein Platz für Magie, in der Bibel wird sogar erklärt was mit Menschen zu geschehen hat, die Magie anwenden - und das ist nichts Nettes...
Wenn du dich also dem christlichen Glauben verbunden fühlst und im inneren deines Herzens ein gläubiger Christ bist - dann kannst du nicht zeitgleich eine Hexe sein, die an die Göttin und an einen gehörnten Gott glaubt. (Und dann vielleicht noch mit einem ganzen Pantheon an Göttern arbeitet.) Warum? Nun im christlichen Glauben gibt es doch die 10 Gebote - eines davon lautet "Du sollst neben mir keinen anderen Gott haben" (oder so ähnlich) Du würdest also dieses Gebot mißachten. Und du kannst nicht an den christlichen Gott glauben, aber die Regeln, die in seiner Religion gelten übergehen..

  Dieser Magier sieht also glasklar die Grenzen seiner okkulten Praxis. Sie kann NICHT mit Christentum verquickt werden, denn Jesus Christus ist der Sieger über alle okkulten Mächte. Deshalb ist es andersherum ebenso klar, dass deine Oma als entschiedene Christin das genau so weiß und sich deshalb davon abwendet.
Deine Oma ist damit Epheser 5,11 gehorsam. „Wir Christen sollen keine Gemeinschaft haben mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, sondern sie vielmehr strafen (bloßstellen).“

WMcDonald schreibt dazu sinngemäß:  Der Gläubige ist dazu aufgerufen, weder eine tolerante Haltung oder Gleichgültigkeit an den Tag zu legen, sondern sie aktiv bloß zu stellen a) durch ein geheiligtes Leben, also volle Wegwendung von allen diesen Dingen und b) durch ermahnende Worte, die uns der Heilige Geist solchen Menschen gegenüber gibt.

Damit ist wohl auch deine Frage beantwortet, wie wir nach Gottes Wort damit umgehen sollen?

Zitat

Gibt es auch so etwas, dass ein Wiedergeborener, der ja ein Kind Gottes ist in Berührung mit den Dämonen kommen kann?

Ich bin der festen Überzeugung, dass ein Wiedergeborener niemals „besessen“ sein kann von einem Dämon. Wir sind das Eigentum Gottes.

"Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib der Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt, den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euer selbst seid? Denn ihr seid um einen Preis erkauft worden; verherrlichet nun Gott in eurem Leibe." (1.Kor 6,19+20)

Da kann kein Dämon mit einziehen,  die Wohnung ist besetzt für immer, der Gläubige ist auch versiegelt mit dem Heiligen Geist.
Aber wenn ein wiedergeborener Christ sich  leichtsinnig mit irgendwelchen okkulten Praktiken beschäftigt oder mit Menschen, die das ausüben, Gemeinschaft irgendwelcher Art hat, dann wird er eine ganze Palette von negativen Dingen erleben wie Stillstand oder Rückschritt im Glauben, keine Heilsgewissheit, Angstzustände, Unruhe, lästernde Gedanken, Suizidgedanken etc.

"Wir wissen, dass jeder, der aus Gott geboren ist, nicht sündigt; sondern der aus Gott Geborene bewahrt sich, und der Böse tastet ihn nicht an." (1.Jo 5,18 )


Das ist wieder recht lang geworden, aber ist auch ein umfassendes Thema. Ich mach hier mal Schluss, vielleicht schreiben ja auch andere noch dazu.

Lieben Gruß, Vroni :]
 

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Vroni« (11. April 2008, 00:05)


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