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Christopher

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Freitag, 10. August 2007, 14:21

Liberaler Islam und der Koran

Hallo zusammen,

nach ziemlich langer Zeit melde ich mich hier nochmal, und zwar direkt mit ner Frage: In einem Gespräch mit einem muslimischen Arbeitskollegen stellte sich heraus, dass dieser auch den liberalen Islam vertriitt. Er meint z.B., dass Christen und Moslems denselben Gott anbeten und dass der Islam eine absolut friedliche Religion ist.

Ich habe mich noch nie intensiv mit dem Islam auseinandergesetzt, außer zwei Vorträge (einer von Resul und einer von Arend Remmers) und einem Buch ("Der 11. September, der Islam und das Christentum" von Benedikt Peters). Diese gaben mir Grundinformationen, wie ich den Islam einzuschätzen habe, und das war für mich auch alles klar und deutlich.

Mein Kollege zeigte mir dann eine längere Ausarbeitung, die die Grundsätze der Moslems in Deutschland beschreibt: http://islam.de/1641.php#juc/juden01.html. Besonders interessant sind die Absätze 9, 10 und 15 im II. Teil. Diese begründen ja auch anhand des Korans, dass Moslems friedlich mit Juden und Christen umzugehen haben, und dass sie an den gleichen Gott wie die Christen glauben.

Ich habe dann mal als Vergleich in dem oben genannten Buch geblättert, in dem eindeutige Zitate zum gewaltsamen Umgang mit Juden und Christen aus dem Koran gebracht werden. Diese Zitate klingen in anderen Übersetzungen aber gar nicht so krass.

Was denkt ihr darüber? Sind diese Rechtfertigungen für den liberalen Islam wirklich akzeptabel? (Im Gegensatz zum liberalen "Christentum" behaupten die Moslems nicht, dass nicht alles im Koran stimmen würde - zumindest habe ich dazu noch nichts gelesen.) Ich kann es mir absolut nicht vorstellen, wenn ich nur daran denke, wie ehemalige Moslems, die es ja wissen müssen, den Islam als grausame und schreckliche Religion bezeichnen. Aber wie sind dann diese Koran-Zitate zu erklären und diese Rechtfertigungen einzuschätzen?

Ich habe mir zu dem Thema einige Bücher bestellt, aber an einem interessanten Austausch wäre ich trotzdem sehr interessiert!

Viele Grüße
Christopher
Der ist kein Narr, der hingibt, was er nicht behalten kann, um damit zu gewinnen, was er nicht verlieren kann.
(Jim Elliot, Missionar)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Michael« (22. November 2010, 18:52)


Spunk

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2

Freitag, 10. August 2007, 16:16

RE: Liberaler Islam und der Koran

Hallo Christopher,

die liberalen Muslime können durchaus und zu Recht einige Verse aus dem Qur´an zitieren und ihre Toleranz und Weltoffenheit damit "belegen". Wie schön und friedlich wäre es auf der Welt, wenn sie Recht hätten !

Es gibt aber definitiv zwei verschiedene "Störumungen" im Qur´an ( nicht Islam ). Das hängt damit zusammen, das der eine Teil des Qur´an auf Offenbarungen beruht, die Mohammed wärend seiner Zeit im Mekka gehabt hat. Zu dieser Zeit war er eher philosophisch unterweg und auch noch darum bemüht von Juden und / oder Christen anerkannt zu werden.
Von der heidnischen Mehrheitsbevölkerung wurde er aber abgelehnt und mußte Mekka schließlich verlassen - fluchtartig.

Mohammed ging dann nach Medina und mutierte dort zum Despoten und Eroberer. Er begann Karawanen zu überfallen, eine Armee auf zu stellen - um Rache an Mekka zu nehmen, was ihm nach einigen Siegen und wenigen Niederlagen auch gelang. Und nach dem Motto :"Heute gehört und Mekka - und morgen die ganze Welt" ging es dann weiter und hat bis Heute noch kein Ende gefunden.
Die Suren aus der medinischen Epoche sind dann auch ganz anders "gestrickt" als die aus Mekka. Juden, Chrsiten und ungläubige werden zu "Staatsfeinden" erklärt und mit Beschimpfungen und Tiernamen tituliert.

Wenn ich mich nicht irre so beginnt die muslimische Zeitrechnung mit der Flucht nach Medina ( ??? bin mir nicht sicher ).

Jetzt haben Muslime halt das Problem : Was mache ich, wenn die eine Sure das und eine zweite aber das Gegenteil befielt !!!???.

Z.B. ist es nach der mekkanischen Phase einem Moslem gestattet Alkohol zu konsumieren. Aber bitte in Maßen. In Medina wurde dann beschlossen : Finger weg vom Sprit !
Nun herrscht bei den Muslimen wohl schon die Merhheitsmeinung vor, das ein gut / rechtgläubiger Moslem keinen Alkohol trinken darf.
Es wurde beschlossen, das die Qur´an Suren Priorität haben, die zuletzt offenbart wurden. Und wie man am Beispiel Alkohol sehen kann, hat sich das auch durchgesetzt.
Wenn man das aber auf die Gewaltanwendung überträgt .... tja, ein gut und rechtgläubiger Moslem gibt auch hier den Versen aus Medina den Vortritt, nur kann man das als Minderheit nicht gut prktizieren und vertuscht es auch lieber.

In den Ländern wo der Islam Staatsreligion ist, oder die Mehrzahl der Bevölkerung dem Islam angehören, da sieht man dann weniger von dieser Zurückhaltung. Man erkunde sich mal bei "Open Doors" oder bei "Voice of the Martyrs".

Der Vorsitzedende des Zentralrates der Muslime in Deutschland wurde mal gefragt, ob der Islam demokratie-kompatiebel sei. Seine Antwort : Aber selbstverständlich, solange wir in der Minderheit sind.

Ich möchte jetzt bestimmt keine Hetze gegen Muslime betreiben - ich mag diese Menschen eigendlich besonders. Türken, Araber, Nordafrikaner. Ich komme meißt auch gut mit denen klar, habe schon einige Brocken türkisch gelernt .... aber ich bin nicht bereit aus "political corregness" eine Ideologie schön zu reden und damit Lügen zu verbreiten. Ich trenne den Menschen von seinem religiösem Bekenntnis, den Menschen lieben, seine Überzeugung aber nicht !

Und ich finde Gott macht es genau so ! Er leibt den Sünder, aber er hasst die Sünde !

Man ( ich ) sollte vieleicht auch einfach mal öffters für meine muslimischen Mitbürger beten, denn es wäre ein Gebet nach Gottes Willen - denn schließlich will er ja, das alle Menschen gerettet werden.

Grüße

Kai

PS : Bei Wiki kann man sich eine "wolf" darüber lesen :D

3

Montag, 13. August 2007, 15:39

RE: Liberaler Islam und der Koran

Hallo Christopher,

ich kann das von Kai geschriebene nru bestätigen. Ich habe es mal in einem Buch genauso gelesen.

Dieses Buch würde ich dir mal empfehlen. Es stammt von einem ehemailigen Professor einer sehr anerkannten muslimischen Uni in Kairo.

Hier der Link zum Buch:

Islam und Terrorismus

Mir hat das Buch sehr weitergeholfen. Gerade deswegen weil er versucht den Inhalt einem Westeuropäer zu vermitteln.

Er stellt den uns in den Medien vorgespielten friedlichen Isalm den Suren des Koran gegenüber.

Zitat

Sag nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.
Matthias Claudius

Pumbaa

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4

Dienstag, 14. August 2007, 22:37

Hallöchen,

schon eine Weile her das ich hier war, aber ich möcht euch ein Video zeugen.
Es hat mir gezeigt was Gottes Wort dazu sagt und Gottes Wort ist immer wahr.
Dieses Video zeigt die wahre Absicht des Islam, egal wie liberal oder welt offen er sich zeigt er will die Welt islamisieren und Israel vernichten. Und Gott hat das in seinem Wort vorrausgesagt.

Wußtet ihr das nach dem 11. September mehr Menschen, auch Christen und besonders Amerikaner, zum Islam konvertiert sind als jemals zuvor und mehr als in vielen Jahren zusammen. Die Zahlen sind überwältigend. Gerade durch solche Stände in den Innen Städten in denen liberale Moslems, von ihrem Glauben und von ihrer Weltoffenheit erzählt haben.
Ich habe auch Freunde die Moslems sind, liebe Weltoffene Menschen, mit denen man viel Spaß haben kann, keine Frage.
Aber geht es um den Glauben, sind sie der gleichen Meinung wie die schlimmsten Fundamentalisten, besonders was die Juden betrifft.
Ihr Trick ist den Menschen ein zu reden das wir ja alle an den gleichen Gott glauben. Tun wir aber nicht. Auch wenn sie tausendmal sagen, sie würden ja auch die Bibel lesen, weil ja der Koran biblische Geschichten enthält.
Also hier ist der Link zu dem Video
http://www.acwitness.org/psalm83german.html

Liebe Grüße

Katrin

Spunk

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5

Sonntag, 16. September 2007, 18:34

Ich habe noch einen Link zum Thema, habe ihn aber auch erst "nur" überflogen : www.derprophet.info

Grüße

Kai

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